„ISRAEL LEBT.“

FREUNDESKREIS

Solingen / Ness Ziona e.V., Am Israel Chai.

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Bedeutung und Hintergrund Schawuot vereint gleich mehrere religiöse und historische Bedeutungen in einem Fest. Im Zentrum steht die Erinnerung daran, dass Mose am Berg Sinai[...]

Bedeutung und Hintergrund

Schawuot vereint gleich mehrere religiöse und historische Bedeutungen in einem Fest. Im Zentrum steht die Erinnerung daran, dass Mose am Berg Sinai die Tora und die Zehn Gebote von Gott empfing. Gleichzeitig handelt es sich um ein Erntedankfest, mit dem in Israel der Beginn der Weizenernte gewürdigt wird. Hinzu kommt der Charakter als Wallfahrtsfest: In biblischer Zeit pilgerten die Gläubigen zum Tempel nach Jerusalem, um den Priestern dort ihre Erstlingsfrüchte als Opfergabe zu übergeben.

Termin

Der Festtag richtet sich nach Pessach und wird genau 50 Tage danach begangen. 2025 fiel Schawuot auf den 22. Mai.

Religiöse Feier

An den beiden Feiertagen finden Gottesdienste statt, bei denen aus dem 2. Buch Mose vorgelesen wird. Den Höhepunkt bildet die Lesung der Zehn Gebote, die nach einer eigenen, traditionellen Melodie vorgetragen werden. Passend zum Erntebezug schmücken die Gläubigen ihre Wohnungen und Synagogen mit Blumen, grünen Zweigen und Pflanzen – ein Sinnbild für die Erstlingsfrüchte aus alter Zeit.

Bräuche im Alltag

Gearbeitet wird an Schawuot nicht. Stattdessen werden zu Hause Feiertagskerzen entzündet, und die Familie kommt zu festlichen Mahlzeiten zusammen.

Typische Speisen

Auf dem Tisch finden sich vor allem Süß- und Milchgerichte: Käsekuchen, Palatschinken, Strudel und Blinzes gehören ebenso dazu wie gefüllte Teigtaschen, etwa Piroggen und Kreplach. Die Bevorzugung von Milchspeisen hat einen symbolischen Hintergrund – das hebräische Wort für Milch, „Chalaw“, ergibt nach jüdischer Buchstabenzahlenlehre den Wert 40 und verweist damit auf die 40 Tage, die Mose am Berg Sinai auf die Tora und die Zehn Gebote warten musste. Häufig werden die Speisen außerdem so geformt, dass sie an den Berg Sinai oder an die steinernen Gesetzestafeln erinnern, die Mose dort erhielt.

Mit großer Freude haben wir heute eine wunderbare Nachricht aus unserer Partnerstadt Ness Ziona erhalten: Chaja Cohen wurde zur Ehrenbürgerin der Stadt („Yakirat Ha’ir“) für[...]

Mit großer Freude haben wir heute eine wunderbare Nachricht aus unserer Partnerstadt Ness Ziona erhalten: Chaja Cohen wurde zur Ehrenbürgerin der Stadt („Yakirat Ha’ir“) für das Jahr 5786 ernannt. Bürgermeister Shmuel Bokser hat die Wahl der diesjährigen Geehrten bekanntgegeben – und für uns als Freundeskreis Solingen / Ness Ziona ist diese Auszeichnung etwas ganz Besonderes.

Eine Auszeichnung mit Bedeutung

Die Ehrung „Yakir Ha’ir“ wird in Ness Ziona an Menschen verliehen, deren einzigartiger Beitrag zur Stadt, zu ihrer Entwicklung und zum Gemeindeleben über viele Jahre hinweg sichtbar und bedeutsam ist. Üblicherweise findet die feierliche Verleihung am Ende des Unabhängigkeitstages statt. In diesem Jahr wurde die Zeremonie aufgrund der aktuellen Lage verschoben und soll zu einem späteren Zeitpunkt in würdigem Rahmen nachgeholt werden.

Aus zahlreichen bewegenden Empfehlungen der Bürgerschaft hat das Auswahlforum drei Persönlichkeiten einstimmig gewählt: Chaja Cohen, Ya’akov Kurtz und Noga Sameach.

Chaja Cohen – eine Brückenbauerin zwischen Solingen und Ness Ziona

Chaja Cohen ist vielen unserer Mitglieder seit Jahren persönlich bekannt – und genau das macht diese Auszeichnung so bewegend. Seit vielen Jahren widmet sie sich der Bewahrung der Erinnerung an die Schoah und der Verbindung zwischen den Generationen. Sie ist Mitglied des Treuhänderausschusses von „Yad LaBanim“ und engagiert sich ehrenamtlich im Achwa-Klub für Schoah-Überlebende, die sie auf ihrem Weg begleitet.

Ihr Herzensprojekt ist die von ihr gegründete und geleitete Initiative „Dor LeDor“ – Von Generation zu Generation. Das Projekt verbindet Schülerinnen und Schüler aus Ness Ziona mit Überlebenden der Schoah durch Begegnungen, Workshops und jährliche Ausstellungen, an denen sich alle Schulen der Stadt beteiligen. „Dor LeDor“ hat längst internationale Anerkennung gefunden: Das United States Holocaust Memorial Museum in Washington hat das Projekt aufgegriffen, und auch zahlreiche weitere Schulen in ganz Israel arbeiten heute nach diesem Modell.

Für uns als Freundeskreis besonders berührend: Im offiziellen Text zur Ehrung wird ausdrücklich hervorgehoben, dass Chaja die Verbindung zur Partnerstadt Solingen pflegt und stärkt und damit eine Brücke der Erinnerung, der Bildung und der Gemeinschaft baut. Diese Worte sind eine schöne Bestätigung dessen, was unsere Städtepartnerschaft im Kern ausmacht – und sie sind zugleich eine Würdigung der langjährigen, geduldigen Arbeit, die Chaja gemeinsam mit vielen Solinger Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern geleistet hat.

Auch die weiteren Geehrten verdienen unsere Anerkennung

Neben Chaja Cohen wurden zwei weitere herausragende Persönlichkeiten ausgezeichnet:

Ya’akov Kurtz („Kurtzi“) gehört zu den prägenden Gesichtern des sozialen Engagements in Ness Ziona. Er ist Mitbegründer der städtischen Jugendbewegung „Mo’adontschik“ und der Rettungsorganisation „Ichud Hatzala“. Über die Jahre hat er bewegende Gemeindeinitiativen ins Leben gerufen – von Stadtteilbibliotheken an Bushaltestellen über warme Mahlzeiten an Freitagen bis zur Kampagne „Wir kaufen in Ness Ziona“ zur Stärkung der lokalen Wirtschaft.

Noga Sameach ist eine tragende Säule des Ehrenamts in Ness Ziona. Als Vorsitzende der örtlichen Zweigstelle des Vereins zum Wohle des Soldaten setzt sie sich seit Jahrzehnten für die Soldatinnen und Soldaten der IDF ein, insbesondere für Einzelsoldaten (Chayalim Bodedim) und die Kämpferinnen und Kämpfer der Regionalbrigade Yehuda. Daneben engagiert sie sich an Schulen, im Rotary Club und gemeinsam mit der WIZO Ness Ziona.

Unser Glückwunsch

Wir gratulieren Chaja Cohen, Ya’akov Kurtz und Noga Sameach von ganzem Herzen zu dieser verdienten Auszeichnung. Besonders Chaja senden wir unsere herzlichsten Glückwünsche nach Ness Ziona – verbunden mit einem aufrichtigen Dank für ihre unermüdliche Arbeit an unserer gemeinsamen Brücke zwischen Solingen und Ness Ziona.

Mazal tov, Chaja! מזל טוב!

Am 23. April 2026 bot der Freundeskreis einen interessanten Vortrag zum Thema Rechtsradikalismus in den USA, Deutschland und Israel an, ergänzt durch eine Lesung aus[...]

Am 23. April 2026 bot der Freundeskreis einen interessanten Vortrag zum Thema Rechtsradikalismus in den USA, Deutschland und Israel an, ergänzt durch eine Lesung aus der Biographie einer Holocaust-Überlebenden.

Amos Avshalon, der Referent des Abends, wurde 1964 in Jerusalem geboren und wuchs in Tel Aviv auf. Seit 2020 lebt er in Deutschland.
In seiner Lesung stellte er das Buch seiner Mutter „Eine Tür geht immer auf“ vor. Es handelt von ihrer Kindheit in Budapest von 1930 bis 1945 als einzige Überlebende ihrer Familie im Holocaust sowie von ihrer Rolle bei der Entstehung des Staates Israel.

Darüber hinaus gab Amos Avshalon dank seines fundierten Wissens zur politischen Situation in Israel aufschlussreiche Einblicke in das Land und wies auf grundlegende Probleme hin. Durch Fragen aus dem Publikum entwickelten sich anregende Gespräche. Für alle Anwesenden war es ein erkenntnisreicher Abend.

 

Am 22. April 2026 erinnert Israel an die Staatsgründung von 1948, der auch in diesem Jahrfeierlich begangen wird. Am Vorabend, am 21. Aprilbeginnen die offiziellen[...]

Am 22. April 2026 erinnert Israel an die Staatsgründung von 1948, der auch in diesem Jahrfeierlich begangen wird. Am Vorabend, am 21. Aprilbeginnen die offiziellen Zeremonien zum Gedenken an die gefallenen Soldaten und die Opfer von Terroranschlägen.

Wir gratulieren zum Unabhängigkeitstag verbunden mit der Hoffnung, dass die vereinbarte Waffenruhezwischen Israel und dem Libanon anhält und die Gespräche den Weg zu weiterführenden Friedensverhandlungen ebnen werden.

Pessach beginnt in diesem Jahr am Abend des 1. April und endet am 9. April. Die Geschichte des Pessach-Fests belege – so glauben es Jüdinnen[...]

Pessach beginnt in diesem Jahr am Abend des 1. April und endet am 9. April.
Die Geschichte des Pessach-Fests belege – so glauben es Jüdinnen und Juden- die besondere Verbindung der Israeliten zu Gott. Er habe bei der Flucht ihrer Vorfahren aus Ägypten vor mehr als 3.000 Jahren selbst eingegriffen und die Israeliten aus jahrelanger Unterdrückung und Knechtschaft befreit.

Das hebräische Wort „pessach“ bedeutet „vorbeiziehen“. Nach den Berichten im zweiten Buch Mose ließ Gott zur Strafe für die Ägypter ihre Erstgeborenen töten, verschonte aber die Israeliten, weil sie ihre Türpfosten mit Lammblut markierten und so der Todesengel an ihren Häusern vorüberging. Gott verhalf den Israeliten schließlich zur Flucht aus der ägyptischen Knechtschaft, indem er das Schilfmeer teilte, sodass die Israeliten es passieren konnten. Der Pharao hingegen, der die Israeliten mit seiner Armee verfolgte, ertrank im Schilfmeer.

An den letzten 14 Tagen vor Pessach steht ein gründlicher Hausputz an. Dabei werden Brot, Mehl, Nudeln und alle anderen Nahrungsmittel aus Getreide – beispielsweise auch Bier – aus der Wohnung verbannt.
Pessach wird auch das „Fest der ungesäuerten Brote“ genannt. In Erinnerung an die Eile, mit der die Israeliten Ägypten verließen, ist der Verzehr von Getränken und Speisen, die gären, sieben Tage lang verboten.

Am ersten Abend – dem Sederabend werden Speisen gereicht, die an die Ereignisse des Auszugs aus Ägypten erinnern: ungesäuertes Brot, geröstetes Lamm, bittere Kräuter und geriebener Meerrettich, die an die Bitterkeit der Sklaverei erinnern sollen, sowie eine Süßspeise aus Äpfeln, Nüssen und Wein, die den Lehm zum Pyramidenbau darstellt.

Während des Essens wird aus der Haggada gelesen. Darin stehen sowohl die Geschichte vom Auszug der Israeliten aus Ägypten als auch weitere Lieder, Gedichte und Geschichten, die im Laufe der Jahrhunderte zur Pessach-Tradition hinzugekommen sind.

Kinder werden dazu angehalten, während der Haggada-Lesung Fragen zu stellen, damit sie so viel wie möglich über die Geschichte der Israeliten erfahren.
Das Abendmahl, Gründonnerstag, das Jesus mit seinen Jüngern vor seinem Tod abgehalten hatte, war ebenfalls ein Mahl am Pessach-Fest.

Quelle: MDR, epd

Programm Geplante Aktivitäten2026 / 27 Do. 23. Apr Vortrag Amos Avshalon Gemeindesaal der kath. Kirche Krahenhöhe Di. 12. Mai Workshop Kochworkshop mit Nurit Chaskil Zentrum[...]

Programm

Geplante Aktivitäten
2026 / 27

  • Do.
    23.
    Apr
    Vortrag

    Amos Avshalon

    Gemeindesaal der kath. Kirche Krahenhöhe

  • Di.
    12.
    Mai
    Workshop

    Kochworkshop mit Nurit Chaskil

    Zentrum Frieden

  • Sa.
    11.
    Juli
    Teilnahme

    „Leben braucht Vielfalt“

    Korkenziehertrasse Solingen

    Höhe Dörperstraße / Ecke Schwertstraße, 42651 Solingen

  • Di.
    8.
    Sep
    Aktionstag

    Kippatag

    Vor dem Rathaus Solingen

    Walter-Scheel-Platz 1, 42651 Solingen

  • Sep –
    Okt
    Workshop

    Zweitzeugen-Workshop

    Gymnasium Schwertstraße & Humboldt-Gymnasium

  • 2027

  • 6. Jan –
    27. Jan
    Ausstellung

    Zweitzeugen-Ausstellung

    Alexander-Coppel-Gesamtschule Solingen

Vortrag und Lesung: „Eine Tür geht immer auf“ – 23. April 2026 Der Freundeskreis Solingen-Ness Ziona lädt herzlich zu einem Abend mit Vortrag und Lesung[...]

Vortrag und Lesung: „Eine Tür geht immer auf“ – 23. April 2026

Der Freundeskreis Solingen-Ness Ziona lädt herzlich zu einem Abend mit Vortrag und Lesung ein. Am 23. April 2026 um 19:00 Uhr spricht Referent Amos Avshalon im Gemeindehaus der kath. Kirche St. Josef, Schützenstraße 209, SG-Krahenhöhe, über aktuelle und historische Themen, die heute mehr denn je bewegen.

Im Mittelpunkt des Abends stehen der wachsende Rechtsradikalismus in den USA, Deutschland und Israel sowie die tiefgreifenden gesellschaftspolitischen Veränderungen in Israel – auch mit Blick auf den israelisch-palästinensischen Konflikt.

Ergänzt wird der Vortrag durch eine Lesung aus dem Buch „Eine Tür geht immer auf“ von Judith Avshalom. Darin schildert die Mutter des Autors ihre Kindheit und ihr Überleben in Budapest von 1930 bis 1945 sowie ihre Rolle bei der Entstehung des Staates Israel – ein bewegendes Zeugnis aus einer der dunkelsten Epochen der Geschichte.

Der Eintritt beträgt 10,– € (Mitglieder: 8,– €).

Weitere Informationen und Kontakt: kontakt@nessziona.de | www.ness-ziona.de

Der Freundeskreis Solingen – Ness Ziona lädt am Dienstag, dem 12. Mai 2026 von 18 bis 22 Uhr zu einem israelischen Kochworkshop ein – offen[...]

Der Freundeskreis Solingen – Ness Ziona lädt am Dienstag, dem 12. Mai 2026 von 18 bis 22 Uhr zu einem israelischen Kochworkshop ein – offen für Mitglieder, Freunde und alle, die sich für jüdisches Brauchtum interessieren.

Geleitet wird der Abend von Nurit Chaskiel, gebürtiger Israelin mit langjähriger Erfahrung in Deutschland. Gemeinsam wird gekocht und gegessen – und im Anschluss gibt es spannende Einblicke in die kulturellen Hintergründe jüdischer Feste.

Der Workshop findet im Zentrum Frieden an der Ecke Wupperstraße / Alfred-Nobel-Straße statt (Eingang rechts neben der Kirche). Die Teilnahme kostet 18 € pro Person (15 € für Vereinsmitglieder), inklusive Essen und Getränke.

Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 6. Mai 2026 erforderlich – per Telefon unter 0175 4900 874 oder per E-Mail an gabylau@t-online.de.

Purim erinnert an die Rettung der Juden im antiken Persien – an Hoffnung, Mut und das Überleben trotz Bedrohung. Eigentlich ist es ein fröhliches Fest[...]

Purim erinnert an die Rettung der Juden im antiken Persien – an Hoffnung, Mut und das Überleben trotz Bedrohung. Eigentlich ist es ein fröhliches Fest mit Verkleidungen, Festmahl und lauter Freude. Doch im Februar 2026 liegt ein schwerer Schatten über dem Feiertag. Zwischen Israel und Iran herrscht offene militärische Eskalation. Raketenalarme, Angst und Unsicherheit prägen den Alltag vieler Menschen. In Schutzräumen statt auf Straßen, in Sorge statt im Ausgelassensein – vielen ist nicht nach Feiern zumute. Gerade deshalb wirkt Purim in diesem Jahr widersprüchlich: Ein Fest der Rettung, während reale Bedrohung spürbar ist. Vielleicht liegt seine Bedeutung 2026 weniger im lauten Jubel als im stillen Zusammenhalt – in der Hoffnung, dass auch diese Zeit vorübergeht.

Erfahren Sie mehr über Purim:

Das jüdische Fest erinnert daran, wie Königin Esther das jüdische  Volk vor dem Tod rettet. Jüdinnen und Juden lebten damals in der persischen Diasaspora.

Nach dem Buch Ester versuchte Haman, der höchste Beamte des persischen Königs, die gesamten Juden an einem einzigen Tag zu ermorden.
Der genaue Zeitpunkt, der 13. Adar, wurde durch das Los bestimmt.
Daher auch der Name Purim (Lose). Purim ist in Israel ein Feiertag.
Es gibt sieben Pflichten an Purim:
1) Vollständige Lesung des Buches Ester (Megillat Ester). Kein Wort darf man verpassen, deshalb muss der Vorlesende an den Stellen, an denen die Gemeinde beim Hören des Namens Haman mit Ratschen klappert, rasselt oder sonst Geräusche macht („Haman-Klopfen“, Klopfen auf das Pult, zum Teil mit besonderen Hämmerchen), eine Pause einlegen, bis sich der Lärm gelegt hat.
2) Geschenksendungen an den Nächsten oder Freunde. Minimum ist dabei eine Sendung, die mindestens aus zwei verschiedenen Speisen besteht. Die Sendung muss am Feiertag selbst geschickt werden, nicht am Vorabend.
3) Geschenke für die Armen, „Matanot Laewjonim“. Minimum sind zwei Geschenke an zwei Arme, d. h. ein Geschenk pro Person. Üblich und erwünscht sind Geldspenden.
4) Lesen der Tora.
5) Sagen des „Über die Wunder“ beim Gebet und beim Tischgebet.
6) Festmahlzeiten und Freude, „Seudat Purim“: Purim ist ein Tag, den Juden mit Essen und Trinken feiern. Im Zusammenhang muss man auch viel Wein trinken. Und dazu sagten die jüdischen Gelehrten: „Jeder muss so viel Wein trinken, bis er nicht mehr unterscheiden kann zwischen ‚Verflucht sei Haman‘ und ‚Gelobt sei Mordechai‘“ – möglichst viele „l’Chaims“ (Trinkspruch „Auf’s Leben!“) trinken und „Hamantaschen“ essen.
7) Verbot von Trauerreden und Fasten.

In der Synagoge wird aus diesem Anlass ein Gottesdienst gefeiert, wo das Buch Ester vorgelesen wird und immer, wenn Haman genannt wird, wird mit Ratschen Geräusche gemacht, es wird geklopft und geknarzt.

Außerhalb des Gottesdienstes verkleiden sich die Juden, vor allem die Kinder, es gibt Festumzüge und Süßigkeiten werden verteilt. Die Stimmung ist ausgelassen.

Quelle: Wikipedia

Der Hintergrund: Der Mensch gleicht einem Baum. Tu BiShvat ist in erster Linie ein freudiger Tag des Dankes für die harmonische Beziehung zwischen Gott, den[...]

Der Hintergrund: Der Mensch gleicht einem Baum. Tu BiShvat ist in erster Linie ein freudiger Tag des Dankes für die harmonische Beziehung zwischen Gott, den Menschen und der Natur.
Israelische Schülerinnen und Schüler machen an diesem Tag häufig einen Ausflug und pflanzen Bäume an.

Zum Fest gehört auch, dass die Menschen Obst essen. Die kabbalistische Tradition lehrt, dass das Essen der Früchte in dieser Reihenfolge eine Verbindung zum Baum des Lebens herstellt, den Gott im Garten Eden platzierte , wie im Buch Genesis erwähnt, wo Adam und Eva nach ihrer Erschaffung platziert wurden, was auch durch die Sephirot repräsentiert wird.

Tu BiShvat findet im jüdischen Kalender am 15. Tag des Monats Schwat statt. Dies ist ein Lunisolarkalender, was bedeutet, dass die Monate auf dem Mondzyklus basieren, die Jahre jedoch auf Sonnenjahren.

Der Freundeskreis Solingen-Ness Ziona ist erschüttert und trauert mit den Opfern und Angehörigen des Angriffs auf eine Chanukka-Veranstaltung in Sydney. Der antisemitische Hass traf wieder[...]

Der Freundeskreis Solingen-Ness Ziona ist erschüttert und trauert mit den Opfern und Angehörigen des Angriffs auf eine Chanukka-Veranstaltung in Sydney. Der antisemitische Hass traf wieder einmal unschuldige, arglose Menschen, die sich zu einem jüdischen Fest getroffen haben. Wir stehen solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinschaften in unserem Land und überall auf der Welt.

Gaby Lauenstein
Vorsitzende des Freundeskreis

Suse Pless
Stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreis

Chanukka wird in diesem Jahr vom 14. bis zum 22. Dezember 2025 gefeiert. Chanukka ist das Lichterfest der Juden. Jeden Abend wird ein weiteres Licht[...]

Chanukka wird in diesem Jahr vom 14. bis zum 22. Dezember 2025 gefeiert.

Chanukka ist das Lichterfest der Juden.

Jeden Abend wird ein weiteres Licht an einem speziellen Leuchter entzündet.

Chanukka ist ein sogenannter Halbfeiertag – deshalb können jüdische Gläubige erst nach getaner Arbeit der Errettung Israels aus der hellenistischen Fremdherrschaft vor mehr als 2.000 Jahren gedenken.Mit ständig neuen Geboten und Gesetzen machten damals die Besatzer jüdischen Gläubigen das Leben schwer. Am Ende verboten sie ihnen auch die Ausübung der Religion. Dagegen setzen sich Jüdinnen und Juden zur Wehr. Angeführt von Judas Makkabäus und seinen Brüdern besiegten sie – obwohl zahlenmäßig unterlegen – die Seleukiden im sogenannten Makkabäer-Aufstand im 2.  Jahrhundert vor Christus und eroberten auch ihren Tempel in Jerusalem wieder zurück.
Als sie ihn wieder in Besitz nehmen und dazu vorher reinigen wollten, fanden sie nur einen kleinen Rest geweihten Öls, um sich Licht zu machen. Doch es brannte wundersamerweise nicht nur einen, sondern acht Tage lang, wie eine Legende des Talmud erzählt. Genau so lange, bis neues, koscheres Öl hergestellt war. Gefeiert wurde die Einweihung des Tempels (Chanukkat habajit) 164 v. Chr., nach jüdischem Kalender am 25. Kislew.

In Erinnerung an dieses Wunder wird in jüdischen Häusern und Synagogen während des Lichterfestes jeden Abend eine neue Kerze am achtarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dazu wird die neunte Kerze verwendet, die „Schamasch“ (Diener) heißt.
Von Sonnenuntergang bis Mitternacht, solange die Lichter brennen, wird der Tradition nach im Haus nicht gearbeitet, sondern gesungen und gespielt. Beliebt ist das Trendl– oder Dreidelspiel mit einem vierseitigen Kreisel, der vier hebräische Schriftzeichen trägt. Sie ergeben den Spruch: „Ein großes Wunder geschah hier.“ Überdies werden die Kinder jeden Abend beschenkt, und es gibt besondere Speisen wie Latkes, eine Art Reibekuchen, und Sufganiot, in Öl gebackenes Spritzgebäck.

Öffentlich wird in Solingen am 15. Dezember ab 17 Uhr vor dem Bunker an der Malteser Straße Chanukka gefeiert.

Ein stimmungsvoller Abend. Mitglieder und Freunde des Freundeskreis trafen sich zu Klezmertänzen mit Livemusik. Mit Geige, Klarinette, Akkordeon und Gesang interpretiert „Tangoyim“ traditionelle Klezmermelodien, jiddische[...]

Ein stimmungsvoller Abend. Mitglieder und Freunde des Freundeskreis trafen sich zu Klezmertänzen mit Livemusik.
Mit Geige, Klarinette, Akkordeon und Gesang interpretiert „Tangoyim“ traditionelle Klezmermelodien, jiddische Lieder und jüdische Tangos.
Bei den mitreißenden Rhythmen der Klezmermusik zucken unwillkürlich die Beine. Kein Wunder – war sie doch Feiermusik, zu der tage-und nächtelang getanzt wurde.
Tanz war unverzichtbarer Bestandteil ausgelassener Feste , war selbstverständlicher Teil des alltäglichen Lebens und dessen Ausdruck.

Der Freundeskreis hat in diesem Jahr eine Reise nach Antwerpen organsiert und durchgeführt. Alle Reiseteilnehmer waren angetan von dieser interessanten Stadt, die viele Highlights zu[...]

Der Freundeskreis hat in diesem Jahr eine Reise nach Antwerpen organsiert und durchgeführt. Alle Reiseteilnehmer waren angetan von dieser interessanten Stadt, die viele Highlights zu bieten hat.
Dazu gehörte u.a. auch der Besuch des jüdischen Viertels, indem noch heute etwa 20000-25000 jüdische Menschen leben. Die Stadt gilt als eines der wichtigsten Zentren für
ultra-orthodoxe Juden in Europa und wird auch als „Jerusalem des Nordens“ bezeichnet.
Des weiteren haben wir an einer interessanten und informativen Stadtführung teilgenommen, die uns in die
Geschichts- und Sagenwelt der Stadt mitgenommen hat.

Das Fest beginnt am 7. Oktober und endet am 13. Oktober. Das Laubhüttenfest („Sukkot“ bedeutet auf hebräisch „Hütten“) ist in Teilen mit dem christlichen Erntedankfest[...]

Das Fest beginnt am 7. Oktober und endet am 13. Oktober.

Das Laubhüttenfest („Sukkot“ bedeutet auf hebräisch „Hütten“) ist in Teilen mit dem christlichen Erntedankfest vergleichbar. Neben Pessach und dem Wochenfest Schawuot, das ursprünglich ebenfalls ein Erntefest war, zählt Sukkot zu den drei Hauptfesten im Judentum. Seinen Namen verdankt es den Laubhütten aus der Zeit der Wüstenwanderung Israels – dem Auszug aus Ägypten also. Damals lebten die Menschen in der Einöde in solchen Hütten, und daher leben und essen auch heute noch abertausende von Juden in dieser Art von symbolischem Provisorium. Nach wie vor sind Palmwedel (aber auch Zitrusfrüchte und Weidenzweige) als ritueller Schmuck bei den Sukkot-Gebeten unerlässlich.

In Israel entstehen zum Sukkot überall im öffentlichen Raum solche Laubhütten, in denen manchen Menschen die gesamte Fest-Woche verbringen.

Sofern man nicht ohnehin in der Hütte (in der Einzahl hebräisch „Sukka“) wohnt, werden zumindest die Mahlzeiten dort eingenommen. Die Sukka hat kein festes Dach, sondern ist nur mit Zweigen und Stroh bedeckt. Eltern und Kinder schmücken sie gemeinsam, wobei unterschiedliche Früchte zum Einsatz kommen – es ist eben auch ein Erntedankfest. Vier verschiedene Pflanzenarten (arba’at ha-minim) kommen dabei in den rituellen Strauß, der aus Palmblättern, Myrte, Weidenzweigen und der Zitrusfrucht Etrog besteht. Dieser Strauß wird zum Feiertag in alle Himmelsrichtungen geschüttelt, um Gott für die Ernte zu danken.

In Israel gibt es nach dem eigentlichen Festbeginn sechs Halbfeiertage, wie die Thora es vorschreibt. Dann sind alle Tage je zur Hälfte Alltag und Feiertag zugleich.

Bild: KI generiert

Das Internationale Kulturfest hat dieses Jahr wieder in Solingen stattgefunden. Wir – der Freundeskreis Solingen/Ness Ziona – waren auch wieder mit einem Stand vertreten, um[...]

Das Internationale Kulturfest hat dieses Jahr wieder in Solingen stattgefunden.
Wir – der Freundeskreis Solingen/Ness Ziona –  waren auch wieder mit einem Stand vertreten, um unsere Verbundenheit mit unserer Partnerstadt Ness Ziona zu dokumentieren. Bei Apfelkuchen nach israelischem Rezept sowie einem Quiz rund um Israel, Judentum und dem Freundeskreis, kam es zu zahlreichen Gesprächen zum Nahostkonflikt.

Im Herbst feiert die jüdische Gemeinde wieder Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest. Dieses Jahr am 23. Und 24. September. Rosch Haschana ist das jüdische Neujahrsfest.[...]

Im Herbst feiert die jüdische Gemeinde wieder Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest. Dieses Jahr am 23. Und 24. September. Rosch Haschana ist das jüdische Neujahrsfest. Es markiert den Tag des Beginns des neuen Jahres im jüdischen Kalender. Symbolisiert werden soll der Jahrestag der Weltschöpfung. Doch nicht nur die Schöpfung der Welt wird gefeiert, auch die Schöpfung Adams wird auf diesen Tag gelegt. Es ist also ein Fest, das die Schöpfung und den Beginn der Menschheit feiert.
Der wohl wichtigste Brauch an Rosch Haschana ist das Blasen des Schofar. Dabei handelt es sich um ein Widderhorn, in das an beiden Tagen des Festes geblasen wird. Ausnahmen gibt es nur, falls einer der Festtage auf einen Sabbat fällt. Das Blasen des Horns hat eine ähnliche symbolische Bedeutung wie das Blasen der Trompeten bei einer Krönung. Das spielt auf die Erneuerung des Bundes zwischen den Gläubigen und Gott, den diese als ihren König anerkennen. Außerdem soll das Schofar die Menschen zur Reue auffordern. Denn der Tag des neuen Jahres ist auch eine Erinnerung an die erste Sünde und die damit einhergehende Reue.
Weitere Bräuche an Rosh Haschana sind:

  • Das Essen eines in Honig getränkten Apfelstücks (symboliisert den Wunsch nach einem süßen Jahr).
  • Das gegenseitige Segnen.
  • Das Aufsagen des Taschlichs-Gebets an einem See, um symbolisch die Sünden ins Wasser zu werfen.
  • Es gibt an diesen Tagen kein schulfrei für die Kinder.

Der Kippa-Tag in Solingen fand am 18. September 2025 vor dem Rathaus statt und sollte ein starkes Signal gegen Antisemitismus und Rassismus setzten. Die Veranstaltung[...]

Der Kippa-Tag in Solingen fand am 18. September 2025 vor dem Rathaus statt und sollte ein starkes Signal gegen Antisemitismus und Rassismus setzten. Die Veranstaltung stand im Zeichen des Überfalls der palästinensischen Terrorgruppe Hamas auf Israel am 7.Oktober 2023, bei dem es zahlreiche Tote und Geiseln gab. Seitdem eskaliert die Gewalt.

Einmal im Jahr laden wir die Solinger Bürger ein, mit uns gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Tim Kurzbach von der Stadt, Herr Goldberg von der jüdischen Gemeinde, Frau Dr. Ilka Werna von der evangelischen Gemeinde und wir, der Freundeskreis Solingen-Ness Ziona halten jeweils eine Rede, unterbrochen von musikalischen Beiträgen.

Dieses Jahr war es besonders emotional, da Herr Goldberg Fotos von den entführten Geiseln dabei hatte.

Sie haben Interesse an einem Kurs zum Erlernen von Hebräisch? Dann melden Sie sich bei uns und wir stellen den Kontakt mit Frau Nurit Chaskiel[...]

Sie haben Interesse an einem Kurs zum Erlernen von Hebräisch? Dann melden Sie sich bei uns und wir stellen den Kontakt mit Frau Nurit Chaskiel her.

Kontakt über kontakt@nessziona.de

Seit 2 Jahren an jedem Samstag stehen zahlreiche Menschen in Ness Ziona mit ihren Fahnen auf öffentlichen Plätzen, um an die verschleppten Geiseln zu erinnern[...]

Seit 2 Jahren an jedem Samstag stehen zahlreiche Menschen in Ness Ziona mit ihren Fahnen auf öffentlichen Plätzen, um an die verschleppten Geiseln zu erinnern und um für ihre Befreiung zu kämpfen. Unsere Freundin Haya bringt es auf den Punkt mit folgenden Zitat:

„Dear friends
There are not enough words to express our sadness from seeing our country which we love so much going in a path that is not our belief and way of life.
We wish so much to have a peaceful life,a true understanding among all of us and to be able to bring our people back home…..sad to see all what is going in Gaza….hope very much that our friendship will stay strong for more years to come.
Yours Haya and all your friends in Ness Zyona.“

Wir hoffen auf Frieden und das alle Geiseln frei kommen!