Mit großer Freude haben wir heute eine wunderbare Nachricht aus unserer Partnerstadt Ness Ziona erhalten: Chaja Cohen wurde zur Ehrenbürgerin der Stadt („Yakirat Ha’ir“) für das Jahr 5786 ernannt. Bürgermeister Shmuel Bokser hat die Wahl der diesjährigen Geehrten bekanntgegeben – und für uns als Freundeskreis Solingen / Ness Ziona ist diese Auszeichnung etwas ganz Besonderes.
Eine Auszeichnung mit Bedeutung
Die Ehrung „Yakir Ha’ir“ wird in Ness Ziona an Menschen verliehen, deren einzigartiger Beitrag zur Stadt, zu ihrer Entwicklung und zum Gemeindeleben über viele Jahre hinweg sichtbar und bedeutsam ist. Üblicherweise findet die feierliche Verleihung am Ende des Unabhängigkeitstages statt. In diesem Jahr wurde die Zeremonie aufgrund der aktuellen Lage verschoben und soll zu einem späteren Zeitpunkt in würdigem Rahmen nachgeholt werden.
Aus zahlreichen bewegenden Empfehlungen der Bürgerschaft hat das Auswahlforum drei Persönlichkeiten einstimmig gewählt: Chaja Cohen, Ya’akov Kurtz und Noga Sameach.
Chaja Cohen – eine Brückenbauerin zwischen Solingen und Ness Ziona
Chaja Cohen ist vielen unserer Mitglieder seit Jahren persönlich bekannt – und genau das macht diese Auszeichnung so bewegend. Seit vielen Jahren widmet sie sich der Bewahrung der Erinnerung an die Schoah und der Verbindung zwischen den Generationen. Sie ist Mitglied des Treuhänderausschusses von „Yad LaBanim“ und engagiert sich ehrenamtlich im Achwa-Klub für Schoah-Überlebende, die sie auf ihrem Weg begleitet.
Ihr Herzensprojekt ist die von ihr gegründete und geleitete Initiative „Dor LeDor“ – Von Generation zu Generation. Das Projekt verbindet Schülerinnen und Schüler aus Ness Ziona mit Überlebenden der Schoah durch Begegnungen, Workshops und jährliche Ausstellungen, an denen sich alle Schulen der Stadt beteiligen. „Dor LeDor“ hat längst internationale Anerkennung gefunden: Das United States Holocaust Memorial Museum in Washington hat das Projekt aufgegriffen, und auch zahlreiche weitere Schulen in ganz Israel arbeiten heute nach diesem Modell.
Für uns als Freundeskreis besonders berührend: Im offiziellen Text zur Ehrung wird ausdrücklich hervorgehoben, dass Chaja die Verbindung zur Partnerstadt Solingen pflegt und stärkt und damit eine Brücke der Erinnerung, der Bildung und der Gemeinschaft baut. Diese Worte sind eine schöne Bestätigung dessen, was unsere Städtepartnerschaft im Kern ausmacht – und sie sind zugleich eine Würdigung der langjährigen, geduldigen Arbeit, die Chaja gemeinsam mit vielen Solinger Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern geleistet hat.
Auch die weiteren Geehrten verdienen unsere Anerkennung
Neben Chaja Cohen wurden zwei weitere herausragende Persönlichkeiten ausgezeichnet:
Ya’akov Kurtz („Kurtzi“) gehört zu den prägenden Gesichtern des sozialen Engagements in Ness Ziona. Er ist Mitbegründer der städtischen Jugendbewegung „Mo’adontschik“ und der Rettungsorganisation „Ichud Hatzala“. Über die Jahre hat er bewegende Gemeindeinitiativen ins Leben gerufen – von Stadtteilbibliotheken an Bushaltestellen über warme Mahlzeiten an Freitagen bis zur Kampagne „Wir kaufen in Ness Ziona“ zur Stärkung der lokalen Wirtschaft.
Noga Sameach ist eine tragende Säule des Ehrenamts in Ness Ziona. Als Vorsitzende der örtlichen Zweigstelle des Vereins zum Wohle des Soldaten setzt sie sich seit Jahrzehnten für die Soldatinnen und Soldaten der IDF ein, insbesondere für Einzelsoldaten (Chayalim Bodedim) und die Kämpferinnen und Kämpfer der Regionalbrigade Yehuda. Daneben engagiert sie sich an Schulen, im Rotary Club und gemeinsam mit der WIZO Ness Ziona.
Unser Glückwunsch
Wir gratulieren Chaja Cohen, Ya’akov Kurtz und Noga Sameach von ganzem Herzen zu dieser verdienten Auszeichnung. Besonders Chaja senden wir unsere herzlichsten Glückwünsche nach Ness Ziona – verbunden mit einem aufrichtigen Dank für ihre unermüdliche Arbeit an unserer gemeinsamen Brücke zwischen Solingen und Ness Ziona.
Mazal tov, Chaja! מזל טוב!