„ISRAEL LEBT.“

FREUNDESKREIS

Solingen / Ness Ziona e.V., Am Israel Chai.

Der Freundeskreis Solingen / Ness Ziona

Wir möchten einen Baum der Freundschaft pflanzen, der die leidvolle Vergangenheit der Juden während der nationalsozialistischen Herrschaft nicht verdecken kann, der aber ein Zeichen der Hoffnung und Mahnung zugleich sein kann.“

(Auszug aus der Gründungsurkunde der Städtepartnerschaft 1987)

Dieser Baum trägt …

… bereits seit über 35 Jahren reiche Früchte, die sich durch die Bürgerschaft der Klingenstadt u.a. seit über zwanzig Jahren durch die ehrenamtliche Arbeit des Freundeskreises manifestieren. Unsere Arbeit ist geprägt durch das klare und eindeutige Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel, dem unsere uneingeschränkte Solidarität gilt.
Dem verstärkt wahrzunehmenden Antisemitismus werden wir wie bisher durch bürgerschaftliches Engagement entgegentreten. Der Arbeit an der Einbindung junger Menschen in die Vertiefung der einzigartigen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel gilt unsere höchste Priorität.

Bernd Krebs, langjähriger Vorsitzender und Gründungsmitglied des
Freundeskreis Solingen/ Ness Ziona

Beim ersten Trassenfest am 11. Juli 2026 war der Freundeskreis Solingen/Ness Ziona mit einem eigenen Stand dabei. Zwischen Botanischem Garten und Südpark ging es sechs[...]

Beim ersten Trassenfest am 11. Juli 2026 war der Freundeskreis Solingen/Ness Ziona mit einem eigenen Stand dabei. Zwischen Botanischem Garten und Südpark ging es sechs Stunden lang um Musik, Mitmachen und Begegnung — und bei uns um die Frage, was eine Städtepartnerschaft im Alltag eigentlich ausmacht. Danke an alle, die vorbeigekommen sind!

In diesem Jahr fällt Rosch ha-Schana auf den 11. bis 13. September. Gefeiert wird der jüdische Jahresbeginn – es startet das Jahr 5787. Zugleich setzt[...]

In diesem Jahr fällt Rosch ha-Schana auf den 11. bis 13. September. Gefeiert wird der jüdische Jahresbeginn – es startet das Jahr 5787. Zugleich setzt damit eine Bußzeit von zehn Tagen ein, die mit Jom Kippur (20. bis 21. September) ihren Abschluss findet.

Das Fest gedenkt der Erschaffung der Welt und der Erschaffung Adams. In Israel gilt es als offizieller Feiertag. Sein ursprünglicher Name lautet „Tag des ergreifenden Schofartons“.

Am Nachmittag des ersten Tages bitten Jüdinnen und Juden im Taschlich-Brauch um Vergebung ihrer Sünden. Übersetzt bedeutet Taschlich „Du sollst werfen“. Sinnbildlich werden dabei die Hosentaschen nach außen gestülpt, jeder Krümel und jede Fussel wird herausgeholt und ins Wasser geworfen – so schwemmt man die Sünden fort.

Begleitet wird das Ganze vom Schofar, dem Widderhorn, das ein Rabbiner oder ein Mitglied der Gemeinde bläst. Sein Klang fährt durch Mark und Bein und soll die Menschen zu Umkehr und Nachdenken bewegen.

An beiden Morgen steht die Tora-Lesung an: am ersten Tag der Bericht von Isaaks Geburt, am zweiten die Erzählung von seiner Bindung.

Während der zehn Bußtage ist allerdings keine Trauer angebracht – vielmehr sollen sich die Gläubigen an Gottes Barmherzigkeit freuen. Für begangene Verfehlungen wird ehrliche Reue erwartet.

Auf den Festtisch kommen unter anderem rundes Challa-Brot mit eingebackenen Rosinen sowie Apfelstücke, die in Honig getunkt werden.

Man grüßt einander an Rosch ha-Schana mit den Worten: „Ein gutes und süßes Jahr“.

Bedeutung und Hintergrund Schawuot vereint gleich mehrere religiöse und historische Bedeutungen in einem Fest. Im Zentrum steht die Erinnerung daran, dass Mose am Berg Sinai[...]

Bedeutung und Hintergrund

Schawuot vereint gleich mehrere religiöse und historische Bedeutungen in einem Fest. Im Zentrum steht die Erinnerung daran, dass Mose am Berg Sinai die Tora und die Zehn Gebote von Gott empfing. Gleichzeitig handelt es sich um ein Erntedankfest, mit dem in Israel der Beginn der Weizenernte gewürdigt wird. Hinzu kommt der Charakter als Wallfahrtsfest: In biblischer Zeit pilgerten die Gläubigen zum Tempel nach Jerusalem, um den Priestern dort ihre Erstlingsfrüchte als Opfergabe zu übergeben.

Termin

Der Festtag richtet sich nach Pessach und wird genau 50 Tage danach begangen. 2025 fiel Schawuot auf den 22. Mai.

Religiöse Feier

An den beiden Feiertagen finden Gottesdienste statt, bei denen aus dem 2. Buch Mose vorgelesen wird. Den Höhepunkt bildet die Lesung der Zehn Gebote, die nach einer eigenen, traditionellen Melodie vorgetragen werden. Passend zum Erntebezug schmücken die Gläubigen ihre Wohnungen und Synagogen mit Blumen, grünen Zweigen und Pflanzen – ein Sinnbild für die Erstlingsfrüchte aus alter Zeit.

Bräuche im Alltag

Gearbeitet wird an Schawuot nicht. Stattdessen werden zu Hause Feiertagskerzen entzündet, und die Familie kommt zu festlichen Mahlzeiten zusammen.

Typische Speisen

Auf dem Tisch finden sich vor allem Süß- und Milchgerichte: Käsekuchen, Palatschinken, Strudel und Blinzes gehören ebenso dazu wie gefüllte Teigtaschen, etwa Piroggen und Kreplach. Die Bevorzugung von Milchspeisen hat einen symbolischen Hintergrund – das hebräische Wort für Milch, „Chalaw“, ergibt nach jüdischer Buchstabenzahlenlehre den Wert 40 und verweist damit auf die 40 Tage, die Mose am Berg Sinai auf die Tora und die Zehn Gebote warten musste. Häufig werden die Speisen außerdem so geformt, dass sie an den Berg Sinai oder an die steinernen Gesetzestafeln erinnern, die Mose dort erhielt.

Mit großer Freude haben wir heute eine wunderbare Nachricht aus unserer Partnerstadt Ness Ziona erhalten: Chaja Cohen wurde zur Ehrenbürgerin der Stadt („Yakirat Ha’ir“) für[...]

Mit großer Freude haben wir heute eine wunderbare Nachricht aus unserer Partnerstadt Ness Ziona erhalten: Chaja Cohen wurde zur Ehrenbürgerin der Stadt („Yakirat Ha’ir“) für das Jahr 5786 ernannt. Bürgermeister Shmuel Bokser hat die Wahl der diesjährigen Geehrten bekanntgegeben – und für uns als Freundeskreis Solingen / Ness Ziona ist diese Auszeichnung etwas ganz Besonderes.

Eine Auszeichnung mit Bedeutung

Die Ehrung „Yakir Ha’ir“ wird in Ness Ziona an Menschen verliehen, deren einzigartiger Beitrag zur Stadt, zu ihrer Entwicklung und zum Gemeindeleben über viele Jahre hinweg sichtbar und bedeutsam ist. Üblicherweise findet die feierliche Verleihung am Ende des Unabhängigkeitstages statt. In diesem Jahr wurde die Zeremonie aufgrund der aktuellen Lage verschoben und soll zu einem späteren Zeitpunkt in würdigem Rahmen nachgeholt werden.

Aus zahlreichen bewegenden Empfehlungen der Bürgerschaft hat das Auswahlforum drei Persönlichkeiten einstimmig gewählt: Chaja Cohen, Ya’akov Kurtz und Noga Sameach.

Chaja Cohen – eine Brückenbauerin zwischen Solingen und Ness Ziona

Chaja Cohen ist vielen unserer Mitglieder seit Jahren persönlich bekannt – und genau das macht diese Auszeichnung so bewegend. Seit vielen Jahren widmet sie sich der Bewahrung der Erinnerung an die Schoah und der Verbindung zwischen den Generationen. Sie ist Mitglied des Treuhänderausschusses von „Yad LaBanim“ und engagiert sich ehrenamtlich im Achwa-Klub für Schoah-Überlebende, die sie auf ihrem Weg begleitet.

Ihr Herzensprojekt ist die von ihr gegründete und geleitete Initiative „Dor LeDor“ – Von Generation zu Generation. Das Projekt verbindet Schülerinnen und Schüler aus Ness Ziona mit Überlebenden der Schoah durch Begegnungen, Workshops und jährliche Ausstellungen, an denen sich alle Schulen der Stadt beteiligen. „Dor LeDor“ hat längst internationale Anerkennung gefunden: Das United States Holocaust Memorial Museum in Washington hat das Projekt aufgegriffen, und auch zahlreiche weitere Schulen in ganz Israel arbeiten heute nach diesem Modell.

Für uns als Freundeskreis besonders berührend: Im offiziellen Text zur Ehrung wird ausdrücklich hervorgehoben, dass Chaja die Verbindung zur Partnerstadt Solingen pflegt und stärkt und damit eine Brücke der Erinnerung, der Bildung und der Gemeinschaft baut. Diese Worte sind eine schöne Bestätigung dessen, was unsere Städtepartnerschaft im Kern ausmacht – und sie sind zugleich eine Würdigung der langjährigen, geduldigen Arbeit, die Chaja gemeinsam mit vielen Solinger Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern geleistet hat.

Auch die weiteren Geehrten verdienen unsere Anerkennung

Neben Chaja Cohen wurden zwei weitere herausragende Persönlichkeiten ausgezeichnet:

Ya’akov Kurtz („Kurtzi“) gehört zu den prägenden Gesichtern des sozialen Engagements in Ness Ziona. Er ist Mitbegründer der städtischen Jugendbewegung „Mo’adontschik“ und der Rettungsorganisation „Ichud Hatzala“. Über die Jahre hat er bewegende Gemeindeinitiativen ins Leben gerufen – von Stadtteilbibliotheken an Bushaltestellen über warme Mahlzeiten an Freitagen bis zur Kampagne „Wir kaufen in Ness Ziona“ zur Stärkung der lokalen Wirtschaft.

Noga Sameach ist eine tragende Säule des Ehrenamts in Ness Ziona. Als Vorsitzende der örtlichen Zweigstelle des Vereins zum Wohle des Soldaten setzt sie sich seit Jahrzehnten für die Soldatinnen und Soldaten der IDF ein, insbesondere für Einzelsoldaten (Chayalim Bodedim) und die Kämpferinnen und Kämpfer der Regionalbrigade Yehuda. Daneben engagiert sie sich an Schulen, im Rotary Club und gemeinsam mit der WIZO Ness Ziona.

Unser Glückwunsch

Wir gratulieren Chaja Cohen, Ya’akov Kurtz und Noga Sameach von ganzem Herzen zu dieser verdienten Auszeichnung. Besonders Chaja senden wir unsere herzlichsten Glückwünsche nach Ness Ziona – verbunden mit einem aufrichtigen Dank für ihre unermüdliche Arbeit an unserer gemeinsamen Brücke zwischen Solingen und Ness Ziona.

Mazal tov, Chaja! מזל טוב!