Vom 25. September bis zum 2. Oktober begehen Jüdinnen und Juden in diesem Jahr Sukkot, das Laubhütten- und Erntefest. Es hält die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten wach.
Die Vorbereitungen für das Fest sind aufwendig: Man trägt Zweige, Äste und Palmblätter zusammen, besorgt Holzlatten, Planen und Matten aus Stroh und errichtet daraus eine kleine Hütte aus Holz. Diese Hütte heißt Sukka, und von ihr leitet sich auch der Name des Festes ab.
Mit Sukkot gedenken Jüdinnen und Juden der Zeit, in der ihre Vorfahren nach dem Verlassen Ägyptens unterwegs waren. Der mühsame Weg brachte sie schließlich ins verheißene Land Kanaan.
Sukkot wird in heiterer Stimmung gefeiert. Am Abend vor dem ersten Festtag besucht man zunächst den Gottesdienst in der Synagoge. Danach versammelt sich die Familie in der Sukka, wo gemeinsam fröhlich gesungen wird. Auch Besucherinnen und Besucher sind dort jederzeit gern gesehen.
Eine Woche lang spielt sich ein Großteil des Alltags in der Sukka ab. Vor allem die Kinder freuen sich darauf, dort auch die Nächte zu verbringen.












Am 8. September 2026 fand in Solingen vor dem Rathaus der 9. Kippa-Tag statt. Damit setzen die Solinger*innen seit 2018 immer wieder ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. Getragen wird die Veranstaltung von der Stadt Solingen, der Jüdischen Kultusgemeinde Bergisch Land und dem Freundeskreis Solingen-Ness Ziona. In seiner Ansprache betont der OB Daniel Flemm: „Wir setzen ein Zeichen für Respekt und Verantwortung.“ Weiter weist er auf den immer ungebremster auftretenden Antisemitismus hin und bringt zum Ausdruck, dass „wir für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einstehen“.