„ISRAEL LEBT.“

FREUNDESKREIS

Solingen / Ness Ziona e.V., Am Israel Chai.

Ness Ziona

Ness Ziona liegt in der Küstenebene im Zentrum Israels. Es ist etwa 25 km von Tel Aviv und 50 km von Jerusalem entfernt. Ness Ziona ist eine der ersten Ortschaften im neuen Israel und gehört zu den sieben Kolonien, die zu Beginn der zionistischen Bewegung entstanden. Für die Israelis ist es ein Symbol der Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Land.

Stadtgeschichte

1887 hatte der deutsche Templer Gustav Reisler zunächst Land im Wadi Hunayn gekauft. 1882, nach dem Tod seiner Familie, verließ er das Land und zog nach Odessa. Dort traf er auf Reuben Lehrer, ein religiös orientierter russischer Jude mit zionistischen Idealen. Sie tauschten ihre Grundstücke und Lehrer zog 1883 nach Ness Ziona und gründete eine jüdische Siedlung.

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Das Gründungshaus heute

Aktuelles aus ness ziona

Der Hintergrund: Der Mensch gleicht einem Baum. Tu BiShvat ist in erster Linie ein freudiger Tag des Dankes für die harmonische Beziehung zwischen Gott, den[...]

Der Hintergrund: Der Mensch gleicht einem Baum. Tu BiShvat ist in erster Linie ein freudiger Tag des Dankes für die harmonische Beziehung zwischen Gott, den Menschen und der Natur.
Israelische Schülerinnen und Schüler machen an diesem Tag häufig einen Ausflug und pflanzen Bäume an.

Zum Fest gehört auch, dass die Menschen Obst essen. Die kabbalistische Tradition lehrt, dass das Essen der Früchte in dieser Reihenfolge eine Verbindung zum Baum des Lebens herstellt, den Gott im Garten Eden platzierte , wie im Buch Genesis erwähnt, wo Adam und Eva nach ihrer Erschaffung platziert wurden, was auch durch die Sephirot repräsentiert wird.

Tu BiShvat findet im jüdischen Kalender am 15. Tag des Monats Schwat statt. Dies ist ein Lunisolarkalender, was bedeutet, dass die Monate auf dem Mondzyklus basieren, die Jahre jedoch auf Sonnenjahren.

Der Freundeskreis Solingen-Ness Ziona ist erschüttert und trauert mit den Opfern und Angehörigen des Angriffs auf eine Chanukka-Veranstaltung in Sydney. Der antisemitische Hass traf wieder[...]

Der Freundeskreis Solingen-Ness Ziona ist erschüttert und trauert mit den Opfern und Angehörigen des Angriffs auf eine Chanukka-Veranstaltung in Sydney. Der antisemitische Hass traf wieder einmal unschuldige, arglose Menschen, die sich zu einem jüdischen Fest getroffen haben. Wir stehen solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinschaften in unserem Land und überall auf der Welt.

Gaby Lauenstein
Vorsitzende des Freundeskreis

Suse Pless
Stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreis

Chanukka wird in diesem Jahr vom 14. bis zum 22. Dezember 2025 gefeiert. Chanukka ist das Lichterfest der Juden. Jeden Abend wird ein weiteres Licht[...]

Chanukka wird in diesem Jahr vom 14. bis zum 22. Dezember 2025 gefeiert.

Chanukka ist das Lichterfest der Juden.

Jeden Abend wird ein weiteres Licht an einem speziellen Leuchter entzündet.

Chanukka ist ein sogenannter Halbfeiertag – deshalb können jüdische Gläubige erst nach getaner Arbeit der Errettung Israels aus der hellenistischen Fremdherrschaft vor mehr als 2.000 Jahren gedenken.Mit ständig neuen Geboten und Gesetzen machten damals die Besatzer jüdischen Gläubigen das Leben schwer. Am Ende verboten sie ihnen auch die Ausübung der Religion. Dagegen setzen sich Jüdinnen und Juden zur Wehr. Angeführt von Judas Makkabäus und seinen Brüdern besiegten sie – obwohl zahlenmäßig unterlegen – die Seleukiden im sogenannten Makkabäer-Aufstand im 2.  Jahrhundert vor Christus und eroberten auch ihren Tempel in Jerusalem wieder zurück.
Als sie ihn wieder in Besitz nehmen und dazu vorher reinigen wollten, fanden sie nur einen kleinen Rest geweihten Öls, um sich Licht zu machen. Doch es brannte wundersamerweise nicht nur einen, sondern acht Tage lang, wie eine Legende des Talmud erzählt. Genau so lange, bis neues, koscheres Öl hergestellt war. Gefeiert wurde die Einweihung des Tempels (Chanukkat habajit) 164 v. Chr., nach jüdischem Kalender am 25. Kislew.

In Erinnerung an dieses Wunder wird in jüdischen Häusern und Synagogen während des Lichterfestes jeden Abend eine neue Kerze am achtarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dazu wird die neunte Kerze verwendet, die „Schamasch“ (Diener) heißt.
Von Sonnenuntergang bis Mitternacht, solange die Lichter brennen, wird der Tradition nach im Haus nicht gearbeitet, sondern gesungen und gespielt. Beliebt ist das Trendl– oder Dreidelspiel mit einem vierseitigen Kreisel, der vier hebräische Schriftzeichen trägt. Sie ergeben den Spruch: „Ein großes Wunder geschah hier.“ Überdies werden die Kinder jeden Abend beschenkt, und es gibt besondere Speisen wie Latkes, eine Art Reibekuchen, und Sufganiot, in Öl gebackenes Spritzgebäck.

Öffentlich wird in Solingen am 15. Dezember ab 17 Uhr vor dem Bunker an der Malteser Straße Chanukka gefeiert.

Ein stimmungsvoller Abend. Mitglieder und Freunde des Freundeskreis trafen sich zu Klezmertänzen mit Livemusik. Mit Geige, Klarinette, Akkordeon und Gesang interpretiert „Tangoyim“ traditionelle Klezmermelodien, jiddische[...]

Ein stimmungsvoller Abend. Mitglieder und Freunde des Freundeskreis trafen sich zu Klezmertänzen mit Livemusik.
Mit Geige, Klarinette, Akkordeon und Gesang interpretiert „Tangoyim“ traditionelle Klezmermelodien, jiddische Lieder und jüdische Tangos.
Bei den mitreißenden Rhythmen der Klezmermusik zucken unwillkürlich die Beine. Kein Wunder – war sie doch Feiermusik, zu der tage-und nächtelang getanzt wurde.
Tanz war unverzichtbarer Bestandteil ausgelassener Feste , war selbstverständlicher Teil des alltäglichen Lebens und dessen Ausdruck.

Das Fest beginnt am 7. Oktober und endet am 13. Oktober. Das Laubhüttenfest („Sukkot“ bedeutet auf hebräisch „Hütten“) ist in Teilen mit dem christlichen Erntedankfest[...]

Das Fest beginnt am 7. Oktober und endet am 13. Oktober.

Das Laubhüttenfest („Sukkot“ bedeutet auf hebräisch „Hütten“) ist in Teilen mit dem christlichen Erntedankfest vergleichbar. Neben Pessach und dem Wochenfest Schawuot, das ursprünglich ebenfalls ein Erntefest war, zählt Sukkot zu den drei Hauptfesten im Judentum. Seinen Namen verdankt es den Laubhütten aus der Zeit der Wüstenwanderung Israels – dem Auszug aus Ägypten also. Damals lebten die Menschen in der Einöde in solchen Hütten, und daher leben und essen auch heute noch abertausende von Juden in dieser Art von symbolischem Provisorium. Nach wie vor sind Palmwedel (aber auch Zitrusfrüchte und Weidenzweige) als ritueller Schmuck bei den Sukkot-Gebeten unerlässlich.

In Israel entstehen zum Sukkot überall im öffentlichen Raum solche Laubhütten, in denen manchen Menschen die gesamte Fest-Woche verbringen.

Sofern man nicht ohnehin in der Hütte (in der Einzahl hebräisch „Sukka“) wohnt, werden zumindest die Mahlzeiten dort eingenommen. Die Sukka hat kein festes Dach, sondern ist nur mit Zweigen und Stroh bedeckt. Eltern und Kinder schmücken sie gemeinsam, wobei unterschiedliche Früchte zum Einsatz kommen – es ist eben auch ein Erntedankfest. Vier verschiedene Pflanzenarten (arba’at ha-minim) kommen dabei in den rituellen Strauß, der aus Palmblättern, Myrte, Weidenzweigen und der Zitrusfrucht Etrog besteht. Dieser Strauß wird zum Feiertag in alle Himmelsrichtungen geschüttelt, um Gott für die Ernte zu danken.

In Israel gibt es nach dem eigentlichen Festbeginn sechs Halbfeiertage, wie die Thora es vorschreibt. Dann sind alle Tage je zur Hälfte Alltag und Feiertag zugleich.

Bild: KI generiert

Im Herbst feiert die jüdische Gemeinde wieder Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest. Dieses Jahr am 23. Und 24. September. Rosch Haschana ist das jüdische Neujahrsfest.[...]

Im Herbst feiert die jüdische Gemeinde wieder Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest. Dieses Jahr am 23. Und 24. September. Rosch Haschana ist das jüdische Neujahrsfest. Es markiert den Tag des Beginns des neuen Jahres im jüdischen Kalender. Symbolisiert werden soll der Jahrestag der Weltschöpfung. Doch nicht nur die Schöpfung der Welt wird gefeiert, auch die Schöpfung Adams wird auf diesen Tag gelegt. Es ist also ein Fest, das die Schöpfung und den Beginn der Menschheit feiert.
Der wohl wichtigste Brauch an Rosch Haschana ist das Blasen des Schofar. Dabei handelt es sich um ein Widderhorn, in das an beiden Tagen des Festes geblasen wird. Ausnahmen gibt es nur, falls einer der Festtage auf einen Sabbat fällt. Das Blasen des Horns hat eine ähnliche symbolische Bedeutung wie das Blasen der Trompeten bei einer Krönung. Das spielt auf die Erneuerung des Bundes zwischen den Gläubigen und Gott, den diese als ihren König anerkennen. Außerdem soll das Schofar die Menschen zur Reue auffordern. Denn der Tag des neuen Jahres ist auch eine Erinnerung an die erste Sünde und die damit einhergehende Reue.
Weitere Bräuche an Rosh Haschana sind:

  • Das Essen eines in Honig getränkten Apfelstücks (symboliisert den Wunsch nach einem süßen Jahr).
  • Das gegenseitige Segnen.
  • Das Aufsagen des Taschlichs-Gebets an einem See, um symbolisch die Sünden ins Wasser zu werfen.
  • Es gibt an diesen Tagen kein schulfrei für die Kinder.

Jüdische Feiertage

Jüdischer Kalender: 1. und 2. Tischrei

Rosch Haschana markiert den Beginn des jüdischen Neujahrs und ist bekannt als der Tag des Gerichts. Es ist ein Zeitraum der Selbstreflexion, des Gebets und der Buße.

Jüdischer Kalender: 10. Tischrei

September oder Anfang Oktober
Jom Kippur ist der heiligste Tag im Judentum, ein Fastentag voller Gebete und Buße, der der Reinigung und Versöhnung gewidmet ist.

Jüdischer Kalender: 15. bis 21. Tischrei

Sukkot ist ein fröhliches Fest, das an die 40-jährige Wanderung der Israeliten in der Wüste erinnert, wo sie in provisorischen Hütten (Sukkot) lebten.

Jüdischer Kalender: 22. oder 23. Tischrei (abhängig von der Tradition)

An Simchat Tora wird das jährliche Lesen der Tora abgeschlossen und sofort wieder von vorne begonnen, um die kontinuierliche Lehre und das Studium der Tora zu symbolisieren.

Jüdischer Kalender: 25. Kislew bis 2. oder 3. Tevet (abhängig von der Jahreslänge)

Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem und das Wunder des Ölkrugs, bei dem ein einziger Krug mit geweihtem Öl, der nur für einen Tag ausreichte, acht Tage lang brannte.

Jüdischer Kalender: 14. Adar (in Schaltjahren 14. Adar II)

Purim feiert die Rettung des jüdischen Volkes vor dem genozidalen Plan Hamans, wie im Buch Esther beschrieben, durch Festlichkeiten, das Tragen von Kostümen und das Schenken von Lebensmittelpaketen.

Jüdischer Kalender: 15. bis 22. Nissan

Beginn Pessach 2024 mit Sonnenuntergang am Mo 22.04.2024

Ende Pessach 2024 mit Anbruch der Nacht am Di 30.04.2024

Am Pessach-Fest feiern die Juden den Auszug aus Ägypten. Es ist das wichtigste Familienfest. Die Juden feiern die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei.  Es wird im Frühling gefeiert und dauert sieben oder acht Tage. Während des Festes werden in der Regel keine gesäuerten Lebensmittel gegessen, um an die Flucht der Israeliten aus Ägypten zu erinnern, bei der sie ungesäuertes Brot, das sogenannte Matzah, aßen.

In Deutschland gibt es eine große jüdische Gemeinschaft, die das Pessach-Fest auf unterschiedliche Weise feiert. In einigen Gemeinden werden traditionelle Seder-Abende abgehalten, bei denen die Geschichte erzählt wird und bestimmte Speisen und Getränke verzehrt werden. Andere Gemeinden veranstalten öffentliche Feiern und Festivals, um das Fest zu feiern.

Jüdische Familien in Deutschland feiern das Fest oft auf ihre eigene Weise, mit speziellen Mahlzeiten und Ritualen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Es gibt regionale Unterschiede in der Art und Weise, wie Pessach gefeiert wird, aber insgesamt ist es ein wichtiges Fest für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und auf der ganzen Welt. 

Der traditionelle Seder-Teller enthält in der Mitte eine Schale, in der ein Kiddusch-Becher stehen kann. Kiddusch ist ein Segensspruch über einen Becher Wein, mit dem Sabbat und jüdische Feiertage begonnen werden. Außerdem befinden sich auf dem Seder-Teller zum Pessach-Fest die folgenden Dinge:

  • Mazzot (ungesäuerte Brote, Pessach wird auch das „Fest der ungesäuerten Brote“ genannt)
  • Hähnchenknochen (symbolisch für das Pessachopfer)
  • Ei (symbolisch für das Feiertagsopfer)
  • Maror (bittere Kräuter für bittere Zeiten während der Sklaverei)
  • Mus aus Äpfeln, Nüssen und Wein (Lehm & Ziegel)
  • nicht bitteres Wurzelgemüse (Sklavenarbeit)
  • Quellen: Augsburger Allgemeine und  Wikipedia
 

Jüdischer Kalender: 6. 

Schawuot markiert die Gabe der Tora am Berg Sinai und wird auch als Erntedankfest für die ersten Früchte der Saison gefeiert.