„ISRAEL LEBT.“

FREUNDESKREIS

Solingen / Ness Ziona e.V., Am Israel Chai.

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Pressemitteilung „Zunahme der fremdenfeindlichen und antisemitischen Taten – Alarmsignale für eine freiheitliche Gesellschaft“ Bernd Krebs – Vorsitzender des Freundeskreises Solingen-Ness Ziona – bewertet den von[...]

Pressemitteilung

Bernd Krebs ist Vorsitzender des Freundeskreis Solingen/Ness Ziona. Gemeinsam initiierte er mit der Stadt den

„Zunahme der fremdenfeindlichen und antisemitischen Taten – Alarmsignale für eine freiheitliche Gesellschaft“

Bernd Krebs – Vorsitzender des Freundeskreises Solingen-Ness Ziona – bewertet den von Bundesinnenminister Seehofer vorgelegten Bericht über die politisch motivierten Straftaten in Bezug auf Antisemtismus als Zeichen für einen Wertewandel in unserer Gesellschaft, dem mit juristischen, aber insbesondere auch mit aufklärenden Maßnahmen gegengesteuert werden muss.

Nach Auffassung des Freundeskreises, der seit fast 30 Jahren die Freundschaft zu Solingens israelischer Partnerstadt Ness Ziona pflegt, ist unter anderem die Erziehung junger Menschen zu Toleranz und Humanität sowie die Bildung in den Schulen ein entscheidender Faktor zur Vermittlung von Toleranz und des Selbstverständnisses, dass  der Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen jüdischen Glaubens  mit Mut und Entschlossenheit in der Zivilgesellschaft entgegengetreten werden muss. Der Freundeskreis begrüßte in diesem Zusammenhang, dass der im Vorjahr von den Freunden Israels ins Leben gerufene „Kippa-Tag“ in diesem Jahr am 3. Juni eine Wiederholung fand. Am  3. Juni  – wiederum auf dem Rathausvorplatz – (Walter-Scheel-Platz) hatte die Solinger Bevölkerung erneut Gelegenheit, ihre Solidarität mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens mit ihrer Anwesenheit zu dokumentieren.

Ca. 120 Menschen waren dem Aufruf gefolgt und drückten ihre Solidarität mit den in Deutschland lebenden Juden durch ihre Teilnahme aus.

Bernd Krebs, Vorsitzender des Freundeskreises Solingen-Ness Ziona e.V. gratulierte dem Bürgermeister von Ness Ziona. In seinem Schreiben an den erst seit wenigen Monaten im Amt[...]

Bernd Krebs, Vorsitzender des Freundeskreises Solingen-Ness Ziona e.V. gratulierte dem Bürgermeister von Ness Ziona.

In seinem Schreiben an den erst seit wenigen Monaten im Amt befindlichen Bürgermeister von Ness Ziona, gratulierte der Vorsitzende des Freundeskreises zum 71 jährigen Staatsjubiläum und wünschte dem jüdischen Staat vor allem anderen Frieden.

In einem zunehmend unfriedlichen Umfeld, das aktuell von militanter Bedrohung aus dem Gaza-Streifen geprägt ist, sei ein friedliches Miteinander der höchste Wunsch aller Bewohner und die größte Priorität für ein gesundes Vorankommen.

Krebs betont seine Überzeugung, dass sich die Kontakte der Bevölkerung der Patenstadt und der Klingenstadt, die bisher bereits in allen Lebensbereichen, insbesonde aber im Bereich des Jugendaustausches, sehr erfreulich sind, sich  weiterhin positiv  entwickeln werden.

Gleichzeitig tritt der Freundeskreis allen Entwicklungen hinsichtlich eines verstärkt bemerkbar machenden Antisemitismus mit Entschiedenheit entgegen und unterstützt alle Aktivitäten, die Freundschaft mit dem Staat Israel und der Bevölkerung der israelischen Patenstadt zu fördern und damit zukunftsfest zu machen.


Vor 25 Jahren, am 15. April 1994, wurde die Begegnungsstätte Alte Synagoge durch Ansprachen von Ignaz Bubis, Präsident des Zentralrats der Juden, und von Johannes[...]

Vor 25 Jahren, am 15. April 1994, wurde die Begegnungsstätte Alte Synagoge durch Ansprachen von Ignaz Bubis, Präsident des Zentralrats der Juden, und von Johannes Rau, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, feierlich eröffnet.

Das neue Gebäude mit seiner besonderen, ins Auge fallenden Optik war auf dem Grundstücks errichtet worden, auf dem sich früher die Elberfelder Synagoge befand. Fanatische Nationalsozialisten hatten sie, wie auch die Barmer Synagoge, in der Nacht zum 10. November 1938 in Brand gesteckt, geschändet und geplündert.

Es dauerte fast 50 Jahre, bis mit der Begegnungsstätte ein Ort geschaffen war, der über dieses Verbrechen, dem schlimmere folgten, informieren sollte. Heute ist die Begegnungsstätte ein Lernort zum Nationalsozialismus, eine wichtige Bildungs- und Kultureinrichtung der Stadt Wuppertal und ein modernes jüdisches Museum im Bergischen Land.

Einen offiziellen Festakt zum 25-jährigen Bestehen gab es am Sonntag, den 5. Mai 2019. Am eigentlichen Jahrestag der Eröffnung lud die Leiterin der Begegnungsstätte, Dr. Ulrike Schrader, zu einer Führung durch das Haus ein und eröffnete einen Blick auf die aktuelle Arbeit des Hauses.

Weiter Infos finden Sie unter folgendem link:

www.alte-synagoge-wuppertal.de

Am kommenden Freitagabend wird in Israel, in unserer Partnernstadt Ness Ziona und in allen jüdischen Gemeinden weltweit der Beginn des Pessach-Festes gefeiert. Es ist eines[...]

Am kommenden Freitagabend wird in Israel, in unserer Partnernstadt Ness Ziona und in allen jüdischen Gemeinden weltweit der Beginn des Pessach-Festes gefeiert.

Es ist eines der drei wichtigen Wallfahrtsfeste, das im jüdischen Frühlingsmonat Nissan gefeiert wird. Wie das christliche Ostern hat auch dieses Fest kein festes Datum, sondern wird nach dem ersten Frühjahrsvollmond begangen.

Zentrales Anliegen ist es, an die Leidensgeschichte des jüdischen Volkes zu erinnern. Das tut man auch durch bestimmte Lebensmittel wie die sogenannten „Mazzot“ (ungesäuerte Brote), und andere rituelle Speisen, die am Eröffnungsabend verzehrt werden. Pessach wird deshalb auch als das Fest der ungesäuerten Brote bezeichnet.

Das Verbot von gesäuerten (hebräisch: Chamez) Speisen ist ein zentraler Bestandteil des Pessachfestes. Man darf sie weder verzehren noch besitzen. Darum wird am Vorabend zum Pessachfest das Haus aufgeräumt und nach Gesäuertem durchsucht. Was man gefunden hat, wird anschließend feierlich verbrannt.

Die Reinhaltungsgebote beziehen sich aber nicht nur auf Speisen, sondern auch auf das Koch- und Essgeschirr. Alles muss für Pessach gesäubert und damit rein gemacht werden. In den Supermärkten darf nur das verkauft werden, was das Siegel „kosher for Pessach“ trägt.

Das Fest endet mit dem Sonnenuntergang am 26. April.


Zum fünften Mal präsentieren sich die Jüdischen Gemeinden in der Rhein-Ruhr-Region NRW auf den sogenannten Kulturtagen. In verschiedenen Städten können die BesucherInnen Aspekte der jüdischen[...]

Zum fünften Mal präsentieren sich die Jüdischen Gemeinden in der Rhein-Ruhr-Region NRW auf den sogenannten Kulturtagen.

In verschiedenen Städten können die BesucherInnen Aspekte der jüdischen Kultur kennenlernen, es gibt Angebote von der koscheren Weinprobe bis zur Party mit Tanz und Musik.

Auch Wuppertal, Solingen und Düsseldorf machen mit. Allein in Düsseldorf finden ein Drittel aller geplanten Aktionen statt.

Sollten Sie neugierig geworden sien, dann sehen Sie doch einmal in der Tagespresse oder auf den entsprechendes websites nach, was in den nächsten Tagen geboten wird!

Wir sind uns sicher: es wird sich lohnen!

Am 21. März wurde in Israel und auf der ganzen Welt Purim gefeiert. Es ist das lauteste und fröhlichste Fest im jüdischen Feiertage-Kalender. Der Anlass[...]

Am 21. März wurde in Israel und auf der ganzen Welt Purim gefeiert. Es ist das lauteste und fröhlichste Fest im jüdischen Feiertage-Kalender. Der Anlass des Festes kommt aus der jüdischen Geschichte: an diesem Tag gedenken die Juden der Errettung ihres Volkes in Persien, wie sie im biblischen Buch Ester beschrieben wird.

Laut Überlieferung plante Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die Ermordung aller Juden im Perserreich an einem Tag. Königin Ester half jedoch, den Anschlag zu vereiteln. Das ist Grund, laut und fröhlich zu sein. Vor allem die Kinder verkleiden sich gern und ziehen mit bunten Kostümen los, daher nennt man Purim auch den „Jüdischen Karneval“.

Purim wird normalerweise am 14. Tag des Monats Adar begangen (in Jerusalem am 15. Tag), also im Februar oder März im Gregorianischen Kalender

Vor einigen Tagen sind die TeilnehmerInnen der diesjährigen Israelreise des Freundeskreises nach Solingen zurückgekehrt. Alle waren voll des Lobes und haben eine intensive und lehrreiche[...]

Vor einigen Tagen sind die TeilnehmerInnen der diesjährigen Israelreise des Freundeskreises nach Solingen zurückgekehrt. Alle waren voll des Lobes und haben eine intensive und lehrreiche Zeit miteinander verbracht. Jetzt gilt es, die mitgebrachten Eindrücke zu verarbeiten, davon zu erzählen und sie als Erinnerung in Text und Bild festzuhalten. In Ness Ziona gab es einen Empfang durch den neuen Bürgermeister Shmuel Boxer und seine Stellvertreterin Zvadar Aharoni, die die Wichtigkeit der Städtefreundschaft betonten und gleichzeitig ihren Willen, diese erfolgreich fortzusetzen, aussprachen.

Die Redakteurin Susanne Koch, Mitglied des Vorstandes, war Organisatorin der Reise und Ansprechpartnerin vor Ort. In Zusammenarbeit mit einem Reisespezialisten für Israel hat sie die Route zusammengestellt.

Fotos: Rafi Schnitzer

Dana Arieli. Nazi Phantom 20.01.2019-3.03.2019    Auftakt zum 150. Geburtstag von Else Lasker-Schüler 2019 im Zentrum für verfolgte Künste Solingen. Die Israelin Dana Arieli fotografiert seit[...]


Dana Arieli. Nazi Phantom

20.01.2019-3.03.2019   

Auftakt zum 150. Geburtstag von Else Lasker-Schüler 2019 im Zentrum für verfolgte Künste Solingen.

Die Israelin Dana Arieli fotografiert seit Jahren Orte, an denen die nationalsozialistische Ideologie immer noch sichtbar oder verdeckt anwesend ist. Zu den Fotos verfassen international renommierte Dichterinnen, Autoren, Politiker, Texte und Statements. Auch die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen,Text zu den Fotografien zu schreiben, selbst mit ihren Meinungen und Gedanken Teil des Projektes zu werden.

) Suse Pless vom Vorstand des Freundeskreises begrüßt die Musiker und die anwesenden ZuhörerInnen. Die Besucher des Konzert waren begeistert und spendeten herzlichen Applaus.

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Suse Pless vom Vorstand des Freundeskreises begrüßt die Musiker und die anwesenden ZuhörerInnen.

Die Besucher des Konzert waren begeistert und spendeten herzlichen Applaus.

Aus Lingen in Niedersachsen erreichte uns Anfang Dezember ein Hilfegesuch der dortigen Stadtverwaltung/Stadtarchiv. Bei Recherchen zum Leben der ehemaligen jüdischen Mitbürger war man auf eine[...]

Aus Lingen in Niedersachsen erreichte uns Anfang Dezember ein Hilfegesuch der dortigen Stadtverwaltung/Stadtarchiv.

Bei Recherchen zum Leben der ehemaligen jüdischen Mitbürger war man auf eine Familie Seligman gestoßen, die scheinbar in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts nach Ness Ziona ausgewandert ist.

Wir haben die Anfrage gern an unsere Freunde in Ness Ziona weitergeleitet, die sich sofort um die Bearbeitung dieser Anfrage bemüht haben.

Leider gibt es bisher keine Spuren dieser Familie zu finden, daher wurde nun auch eine Gesuch an das weltweit größte Datenportal in Yad VaShem  gerichtet.

Wir drücken den Lingenern die Daumen und hoffen auf ein positives Ergebnis!

 

Am 30.10. fanden in ganz Israel Kommunalwahlen statt, so auch in unserer Partnerstadt Ness Ziona. Nachdem Jossi Shvo entschieden hatte, nicht mehr zur Wahl anzutreten,[...]

Am 30.10. fanden in ganz Israel Kommunalwahlen statt, so auch in unserer Partnerstadt Ness Ziona.

Nachdem Jossi Shvo entschieden hatte, nicht mehr zur Wahl anzutreten, entstand ein spannendes Rennen unter 4 Kandidaten. Gewonnen hat Shmuel Boxer.

Shmuel Boxer, entstammt einer der Gründerfamilien von Ness Ziona, die sich erfolgreich im Weinanbau engagierte. Er gründete die „Barkan Winery“ auf dem Barkan Industrial-Gelände nahe der Stadt Ariel im Jahr 1990. Inzwischen gilt „Barkan Winery“ als die größte Weinbau- und Weinvetreibsgesellschaft Israels und ist auch über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.

Wir gratulieren dem neuen Bürgermeister und hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit unserer Partnerstädte!

Hanna Feist-Wechselbaltt, die mit ihrer Familie im August zu Besuch in Solingen war und von Mitgliedern des Freundeskreises betreut wurde, hat sich nun noch einmal[...]

Hanna Feist-Wechselbaltt, die mit ihrer Familie im August zu Besuch in Solingen war und von Mitgliedern des Freundeskreises betreut wurde, hat sich nun noch einmal handschriftlich bedankt.

Unter anderem merkt sie an: „Die Freude, die … Ness Ziona Gruppe uns geben hat, nicht zu vergessen! ….Vieles war für mich auch Erinnerung an die Kindheit……Viele liebe Grüße und vielen Dank!“

  (OB Kurzbach, Ratsmitglieder und die Vertreter aus den Solinger Partnerstädten, in der Mitte Ehepaar Schnitzer aus Ness Ziona. Foto: privat) Im schönen und familiären[...]

 

 

(OB Kurzbach, Ratsmitglieder und die Vertreter aus den Solinger Partnerstädten, in der Mitte Ehepaar Schnitzer aus Ness Ziona. Foto: privat)

Im schönen und familiären Ambiente des Restaurants Steinhaus trafen sich am Samstagabend die Vertreter der Solinger Partnerstädte und ihrer Freundeskreise aus Solingen, Vertreter des Rates der Stadt und interessierte Bürger.

 

(Der Tisch mit den Mitgliedern des Freundeskreises und Ehepaar Schnitzer, Foto: privat)

Bei einem festlichen Essen war genug Zeit zum lebhaften Austausch, der durch eindrucksvolle Reden von OB Tim Kurzbach und der Vertreter aus Gouda, Chalon sûr Saone, Aue und Ness Ziona ergänzt wurde.

Tenor aller Reden war: es ist wichtig, miteinander zu reden und im Kontakt zu bleiben! Nur gemeinsam können wir die anstehenden Probleme und Herausforderungen angehen und bewältigen. Wir können und müssen voneinander lernen, Vielfalt ist ein Reichtum!

(Ehepaar Schnitzer aus Ness Ziona – 1. und 2.v.r. – bei der letzten Lichternacht 2017, Bild: privat) In und um den Südpark findet bereits zum[...]

(Ehepaar Schnitzer aus Ness Ziona – 1. und 2.v.r. – bei der letzten Lichternacht 2017, Bild: privat)

In und um den Südpark findet bereits zum zwölften Mal die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Lichternacht statt.

Unter dem Motto „Meer Licht“  werden im kreativen Mittelpunkt der Stadt werden maritime Lichtinstallationen, Aktionen und Events geboten. Neben den bekannten Künstlern, Firmen, Gastronomiebetrieben und Sponsoren präsentieren in diesem Jahr erstmals Mitglieder des Psychosozialen Trägervereins gemeinsam mit der Lebenshilfe.

Die Firma Fischer Licht- und Außenwerbung sorgt gemeinsam mit dem Stadtmarketing für „me(e)hr Licht“  in dem Wäldchen zwischen dem geöffneten Museum Plagiarius und dem Felix-Gebäude, wo es unter anderem eine Cocktail Bar und Graffiti Live Painting gibt.

Iin der illuminierten Lutherkirche wartet wieder ein abwechslungsreiches Konzertprogramm auf die Nachtschwärmer: Von 17:30 bis etwa 23 Uhr geben sich Solinger Musiker vom Harfenisten Tom Daun über verschiedene Bläser-Ensembles bis hin zu Wolf Codera die Kirchenklinke in die Hand.

Die Gäste des OB, die zum „Tag der Städtefreundschaft“ eingeladen wurden, werden in festlichem Rahmen von den Künstlern der Güterhallen zu einem Empfang geladen und dürfen sich vor Ort ein Bild von der Organisation machen. Anschließend wird ein Essen für die Gäste der Stadt im Restaurant Steinhaus ausgerichtet.

Die Solinger Lichternacht ist ein stimmungsvolles Kultur-Erlebnis für die ganze Familie. Schauen Sie vorbei – lassen Sie sich verzaubern!

Einen schönen sonnigen und lebhaften Tag verbrachte der Freundeskreis auf dem Neumarkt, wo in diesem Jahr zum ersten Mal das Fest „Leben braucht Vielfalt“ ausgerichtet[...]

Einen schönen sonnigen und lebhaften Tag verbrachte der Freundeskreis auf dem Neumarkt, wo in diesem Jahr zum ersten Mal das Fest „Leben braucht Vielfalt“ ausgerichtet wurde.

Mitten im Geschehen angesiedelt, konnten die Vereinsmitglieder zahleiche Gespräche mit  Interessierten führen und mit Kaffee und Kuchen auch zum leiblichen Wohl beitragen.

 

 

(Synagoge in Ness Ziona, Foto: M. Fritz-Römelt, privat) Rosch ha-Schana ist ein Ruhetag, an dem gläubige Juden dazu angehalten sind, sich im Gebet zu vertiefen.[...]

(Synagoge in Ness Ziona, Foto: M. Fritz-Römelt, privat)

Rosch ha-Schana ist ein Ruhetag, an dem gläubige Juden dazu angehalten sind, sich im Gebet zu vertiefen. Viele Arten von Arbeit sind nicht zugelassen. Traditionell wird an diesem Tag der Schofar geblasen, eine aus einem Widder- oder Kuduhorn hergestellte Posaune.

So sollen Menschen jüdischen Glaubens “erweckt” und von Gottes Urteil über das kommende Jahr in Kenntnis gesetzt werden. Wegen dieses Brauchs wird Rosch ha-Schana in der Tora auch als “Tag des Schofars” bezeichnet.

Am Nachmittag des ersten Tages von Rosch ha-Schana begeben sich viele Juden an fließende Gewässer, um zu beten und Brotstückchen ins Wasser zu werfen. Bei diesem Taschlich-Brauch symbolisiert das Brot die Sünden, die von den Betenden mit der Bitte um Vergebung weggeworfen werden.

Eine Reihe von Speisen werden an Rosch ha-Schana bevorzugt gegessen, darunter: Äpfel, Schwarzaugenbohnen, Datteln, Kürbis, Honig, Lauch, Granatäpfel, Spinat und die Zunge (oder ein anderes Teil des Kopfes) eines Tieres.

Schon die Israeliten feierten Neujahrsfeste, die damals symbolisch mit dem Dank für die Ernte verknüpft waren. Das Blasen von Trompeten am 10. Tag des Monats Tischri wird erstmals in der Vision des Ezechiel im 5. Jahrhundert vor Christus beschrieben.

Rosch ha-Schana ist der erste der “Zehn erfurchtsvollen Tage” (Jamim Noraim), eine Zeit der innerlichen Umkehr und Reue, die mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur endet.

Da für die Juden der Tageswechsel mit der Dämmerung vollzogen wird, wird die Feier des Neuen Jahres „Rosh Hashana“ schon am Abend des 9. September in den Synagogen begangen.

(Die Nachfahren der Familie Feist mit Bürgermeister Lauterjung vor dem Klingenmuseum, Foto: privat) Ehemals war die Solinger Familie Feist, Eigentümer der kurz nach 1870 gegründeten[...]

Bild könnte enthalten: 15 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen und im Freien

(Die Nachfahren der Familie Feist mit Bürgermeister Lauterjung vor dem Klingenmuseum, Foto: privat)

Ehemals war die Solinger Familie Feist, Eigentümer der kurz nach 1870 gegründeten Schneidwarenfabrik Omegawerk an der Kölner Straße, eine angesehene Familie. Das änderte sich schlagartig ab 1933. Ab da wurde die jüdische Familie von den Nazis geächtet, isoliert, schließlich enteignet, ausgebürgert und zur Emigration gezwungen. Neue Zweige der Familie entstanden da, wo die Eltern und Großeltern Zuflucht gefunden hatten, in Israel, Portugal, Schweden und den USA.

Zum zweiten Mal seit 2010 kamen 26 Angehörige der Familie aus vier Ländern und drei Kontinenten jetzt in Solingen zusammen, insgesamt aus 3 Generationen. Sie sind auf der Suche nach ihren Wurzeln in der Klingenstadt. Heute wurden sie von  Bürgermeister Ernst Lauterjung im Klingenmuseum empfangen. Federführend für das Programm der Gruppe in Solingen sind Michael Sandmöller (Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Friedhof der Alexander-Coppel-Gesamtschule) und Dr. Horst Sassin (Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Solingen). Beide sind auch Mitglieder im Freundeskreis.

An den drei Tagen absolvieren die Gäste ein dichtes Programm: Gestern verlegten sie einen Stolperstein zum Gedenken an die Solinger Kinderärztin Dr. Erna Rüppel, die mit der Familie Feist verwandt war, heute führte Dr. Sixt Wetzler nach dem offiziellen Empfang durch Bürgermeister Ernst Lauterjung durch das Klingenmuseum. Für den Besuch im Klingenmuseum hatte der stellv. Leiter des Klingenmuseums extra eine „Illustrierte Preisliste über Haushaltungsartikel“ des Omega-Werks aus dem Jahr 1900 aus dem Regal geholt.

Auf Wunsch der Familie wurde anschließend noch bei „Haribo“ haltgemacht, vorher stand ein gemütliches Kaffeetrinken an, für das die Mitglieder des Freundeskreises Kuchen gebacken hatten. Dort gab es dann auch Gelegenheit, mit einigen aus der Familie ins Gespräch zu kommen.

Dieser Bericht erreichte uns verspäter, dennoch drucken wir ihn gern noch ab. Vielen Dank, Raphael Mergehenn!   Mit 16 Humboldt-Schülern ins „Gelobte Land“ Nachdem uns[...]



Dieser Bericht erreichte uns verspäter, dennoch drucken wir ihn gern noch ab.

Vielen Dank, Raphael Mergehenn!

 

Mit 16 Humboldt-Schülern ins „Gelobte Land“

flaggen

Nachdem uns im April dieses Jahres 16 Schüler unserer israelischen Partnerschule Tichon-Hadash aus Tel Aviv in Solingen besucht hatten, stand nun vom 15. bis zum 23. Oktober der Gegenbesuch im „Gelobten Land“ an. Fraglich war allerdings erst einmal, ob wir überhaupt würden fliegen können, da die Fluggesellschaft Air-Berlin kurz vor unserer Abreise Insolvenz angemeldet hatte und unser Flug daher gestrichen wurde. Glücklicherweise konnten wir auf Germania umbuchen, wodurch wir zwar erst einen Tag später, aber immerhin überhaupt ankamen. Mit Hilfe des Freundeskreises Solingen – Ness-Ziona konnten wir sogar noch eine finanzielle Unterstützung für die dadurch angefallenen Mehrkosten bekommen.

 

Am ersten Tag hatten wir erst einmal Zeit in unseren Gastfamilien. Am nächsten Morgen brachen wir zu unserem Tagesausflug nach Galiläa und Umgebung auf, wo wir uns „auf die Spuren von Jesus“ begeben wollten. Dabei besuchten wir die Brotvermehrungskirche und die Kirche der Seligpreisung, die an Orten stehen, an denen Jesus gewirkt haben soll. Außerdem waren wir im Domus Galilaeae, einer christlichen Begegnungsstätte am See Genezareth. Auf dem Rückweg haben wir in Yardenit angehalten, der mittlerweile einzigen Taufstelle im Jordan, da der Fluss ansonsten ziemlich verschmutzt ist. Jesus wurde etwas weiter südlich in der Nähe von Jericho von Johannes getauft.

 

Am Dienstagmorgen mussten wir alle sehr früh aufstehen, denn um 6 Uhr ging es auf nach Jerusalem. Dort angekommen hielten wir erst einmal an einem Aussichtspunkt an, von dem aus wir die ganze Stadt überblicken konnten. In der Altstadt besuchten wir zunächst die Grabeskirche, um die sich die verschiedenen christlichen Konfessionen seit Jahrhunderten streiten, weshalb es in einem Desaster ausarten könnte, wenn man nur einen einzigen Stein verschiebt. Danach schlenderten wir durch Marktgassen zur Klagemauer, in die wir, wenn wir wollten, einen Zettel mit einer Bitte stecken konnten. Der Nachmittag war Yad Vashem gewidmet, wo wir zu Beginn im Garten der „Gerechten unter den Völkern“ nach dem Baum des Solingers Hermann „Fritz“ Gräbe suchten, der im Holocaust Juden in der Ukraine gerettet hatte. Am Abend ließen wir uns dann in einer Jugendherberge nieder, wo wir zum Abschluss des Tages noch eine zweistündige politische Diskussion über den Mordanschlag auf den ehemaligen israelischen Premierminister Yitzak Rabin hatten. Nach diesem wurde sowohl die Jugendherberge als auch unsere Partnerschule benannt.

 

Der nächste Tag ist mir besonders im Gedächtnis geblieben, wir waren nämlich in der judäischen Wüste und besuchten dort das Naturschutzgebiet in En Gedi, die Festung Massada und das Tote Meer. Es war beeindruckend, eine Oase mit blühender Natur in der Wüste zu bestaunen, in den Ruinen einer Festung zu wandeln, die vor knapp 2000 Jahren selbst den Römern trotzen konnte, und auf dem Wasser zu schweben! Am Tag darauf machten wir uns auf in die Wüste Negev, die rund 60 Prozent der israelischen Landfläche ausmacht. Dort besuchten wir einen riesigen, natürlich entstandenen Krater (Makhtesh Ramon), sammelten bunten Sand am Berg Avnun, ritten auf Kamelen (es war gar nicht so unbequem, wie immer behauptet wird!) und beschlossen den Tag mit einem Besuch am Grab des Staatsgründers Ben Gurion sowie einer Feedbackrunde.

 

Zurück in Tel Aviv trafen wir uns am Freitagmorgen – für die Israelis war eigentlich schon Wochenende! – mit der Schauspielerin Sara von Schwarz, deren Eltern nach dem Krieg zum Judentum konvertiert und von Deutschland nach Israel gezogen waren. Danach nahmen wir an einem Poetry-Slam-Workshop teil, bei dem wir Texte für die Abschlusspräsentation in der Schule vorbereiteten. Den Schabbat über hatten wir freie Zeit in den Familien. Freitagabend durfte ich sogar an der „Schabbat-Begrüßungsfeier“ im erweiterten Familienkreis teilnehmen.

 

Am Samstag habe ich mit meinem Gastbruder Ido und einigen anderen eine Bootstour durch den Hafen von Jaffa gemacht. Am Sonntag besuchten wir mit unseren Austauschpartnern die Schule, um einen Einblick in das israelische Schulsystem zu bekommen. Nachmittags waren wir auch noch am Strand, um im Mittelmeer zu schwimmen. Das Wasser war kristallklar und hatte eine angenehme Temperatur! Am Abend feierten wir im Haus eines der israelischen Schüler eine Farewell-Party mit einem netten Quiz zum Abschluss.

 

Montag war leider schon der letzte Tag – die Zeit ist unfassbar schnell vorüber gegangen. Wir präsentierten den Schülern aus Tel Aviv unsere Bilder und Eindrücke des Austausches und stellten die Ergebnisse des Poetry-Slam-Workshops vor.

Die ganze Zeit über habe ich mich in meiner Gastfamilie sehr wohl gefühlt – wie, soweit ich weiß, auch meine Mitschüler. Alle Israelis waren extrem freundlich zu uns und begegneten uns keineswegs mit irgendwelchen Vorbehalten bezüglich unserer Herkunft. Es war eine tolle Zeit mit unvergesslichen Erinnerungen, Erlebnissen und Begegnungen – ich würde jederzeit wieder an dem Austausch teilnehmen!

 

 

24.10.2017

 

Raphael Mergehenn, 14 Jahre

  1. Klasse (EF)

Humboldtgymnasium Solingen

Auf Anregung eines ehemaligen Ratsmitgliedes aus Ness Ziona kam Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit seiner Frau Sarah am Wochenende zu Besuch in unsere Partnerstadt. Die beiden[...]

Auf Anregung eines ehemaligen Ratsmitgliedes aus Ness Ziona kam Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit seiner Frau Sarah am Wochenende zu Besuch in unsere Partnerstadt. Die beiden kehrten dort in ein Restaurant ein, dass wegen seiner besonderen Küche einen hervorragenden Ruf genießt.

Noch mehr Beachtung wird der Auftritt einer anderen Person bekommen haben, die gestern im Rahmen eines Konzertes für Jugendliche in Ness Ziona war. Es ist die israelische Sängerin Netta Barsilai, die vor kurzem den „Grand Prix de la Chanson de L´Eurovision“ gewonnen hat. Ihr Engagement war schon vor dem Sieg beim Grand Prix festgemacht worden.

V..l.n.r.: Michael Sandmöller, Simone Sassin, Gaby Lauenstein (alle Freundeskreis), Hausmeister Rainer Soffel (Gesamtschule), Bernd Krebs (Vorsitzender Freundeskreis) und Andreas Tempel (Schulleiter) Am 18. Mai fand[...]

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V..l.n.r.: Michael Sandmöller, Simone Sassin, Gaby Lauenstein (alle Freundeskreis), Hausmeister Rainer Soffel (Gesamtschule), Bernd Krebs (Vorsitzender Freundeskreis) und Andreas Tempel (Schulleiter)

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Am 18. Mai fand eine Baumpflanzaktion in der Alexander-Coppel-Gesamtschule statt, die vom Freundeskreis initiiert wurde. Der alte „Baum der Freundschaft“ war so schwer beschädigt worden, dass eine Ersatzpflanzung her musste.

Darum kümmerte sich Gabriele Lauenstein, ehemalige Lehrerin an dieser Schule und stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises.

Unter Beteiligung von interessierten Lehrern und Schülern und einiger Vorstandsmitglieder wurde die Neuanpflanzung vorgenommen.

Wir wünschen den Bäumchen gutes Gedeihen, so wie der Städtepartnerschaft auch!