„ISRAEL LEBT.“

FREUNDESKREIS

Solingen / Ness Ziona e.V., Am Israel Chai.

Rosch ha-Schana wird vom 11. bis 13. September gefeiert

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In diesem Jahr fällt Rosch ha-Schana auf den 11. bis 13. September. Gefeiert wird der jüdische Jahresbeginn – es startet das Jahr 5787. Zugleich setzt damit eine Bußzeit von zehn Tagen ein, die mit Jom Kippur (20. bis 21. September) ihren Abschluss findet.

Das Fest gedenkt der Erschaffung der Welt und der Erschaffung Adams. In Israel gilt es als offizieller Feiertag. Sein ursprünglicher Name lautet „Tag des ergreifenden Schofartons“.

Am Nachmittag des ersten Tages bitten Jüdinnen und Juden im Taschlich-Brauch um Vergebung ihrer Sünden. Übersetzt bedeutet Taschlich „Du sollst werfen“. Sinnbildlich werden dabei die Hosentaschen nach außen gestülpt, jeder Krümel und jede Fussel wird herausgeholt und ins Wasser geworfen – so schwemmt man die Sünden fort.

Begleitet wird das Ganze vom Schofar, dem Widderhorn, das ein Rabbiner oder ein Mitglied der Gemeinde bläst. Sein Klang fährt durch Mark und Bein und soll die Menschen zu Umkehr und Nachdenken bewegen.

An beiden Morgen steht die Tora-Lesung an: am ersten Tag der Bericht von Isaaks Geburt, am zweiten die Erzählung von seiner Bindung.

Während der zehn Bußtage ist allerdings keine Trauer angebracht – vielmehr sollen sich die Gläubigen an Gottes Barmherzigkeit freuen. Für begangene Verfehlungen wird ehrliche Reue erwartet.

Auf den Festtisch kommen unter anderem rundes Challa-Brot mit eingebackenen Rosinen sowie Apfelstücke, die in Honig getunkt werden.

Man grüßt einander an Rosch ha-Schana mit den Worten: „Ein gutes und süßes Jahr“.