„ISRAEL LEBT.“

FREUNDESKREIS

Solingen / Ness Ziona e.V., Am Israel Chai.

Pessach 2026: Vom 1. April bis zum 9. April wird gefeiert!

Pessach beginnt in diesem Jahr am Abend des 1. April und endet am 9. April.
Die Geschichte des Pessach-Fests belege – so glauben es Jüdinnen und Juden- die besondere Verbindung der Israeliten zu Gott. Er habe bei der Flucht ihrer Vorfahren aus Ägypten vor mehr als 3.000 Jahren selbst eingegriffen und die Israeliten aus jahrelanger Unterdrückung und Knechtschaft befreit.

Das hebräische Wort „pessach“ bedeutet „vorbeiziehen“. Nach den Berichten im zweiten Buch Mose ließ Gott zur Strafe für die Ägypter ihre Erstgeborenen töten, verschonte aber die Israeliten, weil sie ihre Türpfosten mit Lammblut markierten und so der Todesengel an ihren Häusern vorüberging. Gott verhalf den Israeliten schließlich zur Flucht aus der ägyptischen Knechtschaft, indem er das Schilfmeer teilte, sodass die Israeliten es passieren konnten. Der Pharao hingegen, der die Israeliten mit seiner Armee verfolgte, ertrank im Schilfmeer.

An den letzten 14 Tagen vor Pessach steht ein gründlicher Hausputz an. Dabei werden Brot, Mehl, Nudeln und alle anderen Nahrungsmittel aus Getreide – beispielsweise auch Bier – aus der Wohnung verbannt.
Pessach wird auch das „Fest der ungesäuerten Brote“ genannt. In Erinnerung an die Eile, mit der die Israeliten Ägypten verließen, ist der Verzehr von Getränken und Speisen, die gären, sieben Tage lang verboten.

Am ersten Abend – dem Sederabend werden Speisen gereicht, die an die Ereignisse des Auszugs aus Ägypten erinnern: ungesäuertes Brot, geröstetes Lamm, bittere Kräuter und geriebener Meerrettich, die an die Bitterkeit der Sklaverei erinnern sollen, sowie eine Süßspeise aus Äpfeln, Nüssen und Wein, die den Lehm zum Pyramidenbau darstellt.

Während des Essens wird aus der Haggada gelesen. Darin stehen sowohl die Geschichte vom Auszug der Israeliten aus Ägypten als auch weitere Lieder, Gedichte und Geschichten, die im Laufe der Jahrhunderte zur Pessach-Tradition hinzugekommen sind.

Kinder werden dazu angehalten, während der Haggada-Lesung Fragen zu stellen, damit sie so viel wie möglich über die Geschichte der Israeliten erfahren.
Das Abendmahl, Gründonnerstag, das Jesus mit seinen Jüngern vor seinem Tod abgehalten hatte, war ebenfalls ein Mahl am Pessach-Fest.

Quelle: MDR, epd