Jom Kippur fällt im Jahr 5787 auf den 20. und 21. September 2026. Von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang verzichten viele Familien 25 Stunden lang auf Nahrung. Er ist der bedeutendste Feiertag des Judentums: der jüdische Versöhnungstag.
Außer Essen und Trinken untersagt die Thora – die heilige Schrift des Judentums – an Jom Kippur auch Geschlechtsverkehr, Körperpflege und Luxusgüter wie beispielsweise Lederschuhe. Am Versöhnungstag trägt man weiße Kleidung. Noch vor Einbruch der Dunkelheit kommen die Menschen in den Synagogen zusammen, um das Kol-Nidre-Gebet zu sprechen – die feierliche, formelhafte Aufhebung aller persönlichen Gelübde, Schwüre und Zusagen gegenüber Gott, die unbewusst oder vorschnell gegeben wurden.
Der Versöhnungstag gilt als das wichtigste und heiligste Fest im jüdischen Jahr. Nahezu alle begehen diesen Tag auf die eine oder andere Weise, selbst wenig religiöse Jüdinnen und Juden. Orthodoxe Gläubige verbringen den gesamten Tag betend in der Synagoge. Andere gestalten den Tag sehr still und verzichten zumindest auf laute oder unpassende Beschäftigungen.
Jom Kippur schließt mit dem Ne’ila-Gebet und einem einzigen, lang gezogenen Ton des Schofars.